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Urban Gardening: Gemeinschaftsgärten mit sozialer Dimension

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Wer in der Großstadt lebt, hat mitunter das Gefühl, auf das Ausleben seines grünen Daumens verzichten zu müssen. Für viele Hobbygärtner ist es nicht leicht, ein Haus oder eine Wohnung zu finden, die einen eigenen Garten bieten und auch sonst allen Ansprüchen gerecht werden. Häufig bleibt daher der Wunsch nach einem Stück Land für den Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern oder auch bunten Blumen auf der Strecke.

Urban Gardening: Gemeinschaftsgärten mit sozialer Dimension
© Shutterstock / Zoom Team
Doch auch Städter können in den Genuss von selbst Angebautem kommen: Unter den Schlagworten Urban Gardening und Urban Farming entstehen in immer mehr Städten Nachbarschaftsgärten, in denen Hobby- und Gelegenheitsgärtner herzlich willkommen sind. Die meisten dieser Projekte werden von Vereinen, die sich für Umwelt und Gesellschaft engagieren, ins Leben gerufen.

In den Nachbarschaftsgärten dürfen alle beim Anbau von Blumen und Nutzpflanzen mithelfen. So können auch diejenigen, die keinen eigenen Garten oder Balkon haben, ihre Leidenschaft fürs Gärtnern ausleben. Ziel ist, Stadtbewohner unterschiedlicher sozialer Schichten zusammenzubringen, um die Städte gemeinsam grüner zu machen. Bürgerschaftliches Engagement spielt hierbei eine ebenso große Rolle wie nachhaltige Stadtentwicklung, Sortenvielfalt und eine gesunde Ernährung.

Vorreiter USA

Die Urban-Gardening-Bewegung ist nicht neu. Sie begann bereits vor rund 40 Jahren in den USA. Damals formierte sich in New York die grüne Protestbewegung der Guerilla-Gärtner. Mit Saat-Bomben – kleinen Kugeln aus Erde, Ton und Pflanzensamen – bewaffnet, zogen die Guerilleros los und warfen diese auf städtische Freiflächen, um das heruntergekommene Stadtbild zu verschönern. Nachdem sich die Samenbomben mit Regenwasser vollgesogen hatten, begannen sie zu keimen. So sprossen auf den Freiflächen Blumen.

Parallel dazu entstanden – ebenfalls in New York – die ersten Gemeinschaftsgärten (englisch: Community Gardens). Engagierte Bürger schlossen sich zusammen, um brach liegende Flächen in der Innenstadt mit Blumen zu verschönern oder Obst, Gemüse und Kräuter auf diesen Flächen anzubauen.

Von New York aus breitete sich die Urban-Gardening-Bewegung zunächst nach Detroit und anschließend in die gesamten Vereinigten Staaten aus. Um die Jahrtausendwende herum kam der Trend dann auch nach Deutschland. Schnell wurde die Bundeshauptstadt Berlin zur deutschen Metropole des Urban Gardening (und ist dies mit rund 200 Gartenprojekten, darunter so bekannten wie dem Prinzessinnengarten, bis heute). Doch auch in anderen deutschen Städten findet Urban Farming einen steigenden Zulauf. Die meisten derartigen Projekte finden sich in Großstädten wie Hamburg, Bremen, Düsseldorf und München. Doch auch in kleineren Städten werden Garten-Begeisterte mittlerweile oft fündig.

Urban-Gardening-Projekte in der Nähe finden

Bei der Suche nach einem interessanten Gartenprojekt in der eigenen Stadt hilft die interaktive Karte der Stiftungsgemeinschaft anstiftung & ertomis. Sie bietet Garten-Interessierten die Möglichkeit, ein Urban-Gardening-Projekt in der Nähe ihres Zuhauses zu finden. Ähnlich wie bei einer Suchmaschine gibt man seinen Heimatort in das Suchfeld ein und wählt einen Suchradius. Anschließend zeigt die Karte an, wo und welche Gartenprojekte es in der Umgebung gibt. Unterhalb der Karte erscheinen zu jedem Gemeinschaftsgarten eine kurze Beschreibung, sowie die Adresse und eine Kontaktmöglichkeit. Wer also neugierig geworden ist und sich selbst einmal eines der Urban-Gardening-Projekte anschauen möchte, hat gute Chancen, hier fündig zu werden. Über 400 Gartenprojekte in ganz Deutschland hat die Stiftungsgemeinschaft bereits in ihrer Datenbank.

 
 

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