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Frau vs. Mann beim Glücksspiel

Gewinner aus biologischer und gesellschaftlicher Perspektive

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Sind Männer oder Frauen besser beim Glückspiel? Wir sind dieser Frage auf den Grund gegangen.

Frauen beim Pokern

Männer und Frauen beim Glücksspiel
© Jeanette Dietl - Fotolia.com
Pokern ist reine Männersache – Solche oder ähnliche Sätze lassen sich in zahlreichen Medien oder auch im direkten Umfeld hören. Frauen hätten mit ihren typisch weiblichen Eigenschaften nicht die Fähigkeiten, bei verschiedenen Glücksspielformen gegen Männer zu bestehen.

Klischees, was typische Verhaltensweisen von Männern und Frauen betreffen, gibt es viele und diese lösen sowohl bei Privatpersonen als auch in unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen regen Diskussionsbedarf an. Demnach stellt sich die Frage, inwieweit scheinbar typisch weibliche bzw. männliche Verhaltensweisen und Eigenschaften sich auf den Erfolg oder auch die Nutzungshäufigkeit von Glücksspielen auswirken.

Geschlechtsunterschiede laut der Forschung

Frau und Mann unterscheiden sich zum einen aus biologischer, also angeborener Perspektive, aber auch aufgrund von gesellschaftsspezifischen Hintergründen. Zwar wollen Forscher herausgefunden haben, dass im Besonderen die psychologischen Unterschiede weit weniger entscheidend sind, dennoch existieren Unterschiede aufgrund unterschiedlichster Faktoren.

Gesellschaftliche Aspekte

Gesellschaftliche oder soziale Aspekte für die Geschlechteridentitäten gehen stets mit den historischen Entwicklungen einher, so dass die Rolle der Frau und des Mannes näher zu betrachten ist. Dabei soll untersucht werden, inwieweit sich beide Geschlechter hingehend ihrer Rollenidentitäten in der Gesellschaft entwickelt haben.

Geschichtlicher Hintergrund

Noch heute gibt es bestimmte Eigenschaften, die eher Frauen und andere, die Männern zugeschrieben werden. So ist die Frau noch immer in zahlreichen Familien für den Haushalt und die Kinder zuständig. Frauen wird die Multitasking-Fähigkeit nachgesagt und Mann sei das stärkere Geschlecht. Diese und weitere hartnäckige Vorurteile oder Pauschalisierungen der Geschlechter sind weit verbreitet.

Sicherlich spielen die körperlichen Voraussetzungen eine gravierende Rolle bei der Entstehung solcher vermeintlichen geschlechtsspezifischen Eigenschaften. Immerhin galten Männer bereits zu Urzeiten als Jäger und Sammler. Damit herrschte bereits in dieser Zeit eine Rollenverteilung vor. Dennoch bleiben auch heute noch von den damaligen Gesellschaften entstandene Vorurteile haften. Damals galten die typischen Rollenbilder immerhin nicht als Annahme, sondern als natürliche Vorgabe. Dies wird besonders bei der historischen Entwicklung der Frauenidentität deutlich.

Soziale Entwicklung der Frau

Bekanntermaßen erfuhr die Frau in ihrer gesellschaftlichen Entwicklung erst sehr spät Gleichberechtigung zum Mann, auch nach dem Gesetz, zumindest in westlichen Nationen. Dieser Fakt bestimmt bis heute die Vorstellungen über Geschlechtsidentitäten von Mann und Frau.

In der Antike

In dieser Zeitepoche erhielten Frauen keinen Zugang zum allgemeinen öffentlichen Leben. Lediglich im alten Rom konnten freigeborene Frauen eingeschränkt am Geschäftsleben teilnehmen.

Im Mittelalter

Frauen hatten es im Mittelalter schwer, was rechtliche Freiheiten oder Anerkennung angeht. Sie galten laut das-mittelalter.de als für den Mann erschaffen und seien dem männlichen Geschlecht sowohl körperlich als auch geistig deutlich unterlegen. Frauen, die für ihr Recht kämpften oder in irgendeiner Form vom Kirchenbild abwichen, wurden nicht selten als Hexe deklariert und verurteilt.

Zeit der Aufklärung

Die wohl wichtigste Epoche für die geistige Weiterentwicklung der Menschheit ermöglichte die Gründung von ersten Frauenvereinen und Forderungen nach Gleichberechtigung gegenüber den Männern. Hier sind demnach die ersten Weichen gestellt worden, die allerdings erst im 20. Jahrhundert zu festgeschriebenen Gesetzen wurden.

Das 20. Jahrhundert

Ein Jahrhundert, voller technischer Fortschritte, aber auch zwei bezeichnenden Weltkriegen, das vor allem für die Gleichberechtigung der Frau eine große Bedeutung besitzt. So wurden in den 70er Jahren schließlich Mann und Frau in Deutschland per Gesetz gleichgestellt.

Mehr Informationen zur Geschichte der Geleichstellung lässt sich unter: http://www.uni-bielefeld.de/gendertexte/chronik.html nachlesen.

Biologische Aspekte

Dass die Rollenbilder von den historischen sowie kulturellen Entwicklungen abhängen, zeigen nicht nur die Geschichte, sondern auch heutige Ansichten über Fähigkeiten und Eigenschaften von Mann und Frau. Doch es existieren auch zahlreiche Forschungsrichtungen, die biologische bzw. genetische Faktoren als zentrale Gründe für die Unterschiedlichkeit der Geschlechter sehen.

Theorien der Persönlichkeitsentwicklung

Die meisten psychologischen Unterschiede sind von sozialen und kulturellen Einflüssen abhängig. Hierbei ist oftmals die Rede von stereotypen Charaktereigenschaften, sei es die einfühlsame Frau oder der wortkarge Mann.

Neben den von der Umwelt beeinflussten Eigenschaften existieren dennoch jene, die biologisch bedingt sind. Hierzu zählen zum Beispiel, dass Männer besser räumlich denken können und Frauen mehr Begabung in Bezug auf Sprache oder auch der allgemeinen Kommunikation besitzen. Diese beispielhaften psychologischen Divergenzen führen Wissenschaftler auf die funktionellen Unterschiede des Gehirns zurück.

Evolutionärer Ansatz

Männer und Frauen beim Glücksspiel
Pixabay.com © Nemo (CC0 1.0)
Dieser Ansatz beschäftigt sich nicht nur mit den anatomischen Unterschieden beider Geschlechter, sondern betrachtet vielmehr Verhaltens- und Persönlichkeitsunterschiede auf Grundlage biologischer Einflüsse. Aufgrund dessen, dass Männer bereits zu frühmenschlichen Zeiten bei der Beschaffung von Nahrung oder auch bei der Gewinnung von Frauen konkurrierten, werden ihnen Eigenschaften wie Aggressivität oder auch räumliches Vorstellungsvermögen nachgesagt.

Ein wichtiger Aspekt ist zudem die unterschiedliche, vermutlich genetisch bedingte Herangehensweise bei der Wahl des Sexualpartners. Hat das männliche Geschlecht vordergründig das Ziel, seine Gene weitgehend zu vermehren, weshalb mehr Partnerinnen in Frage kommen, verfolgt Frau das Ziel, ein gesundes Erbgut zu finden, weshalb sie bei der Partnerwahl stärker selektiert.

Bezeichnet werden solche unterschiedlichen Zielsetzungen als geschlechtsspezifische evolutionäre Strategien, die das Verhalten und die Persönlichkeit schließlich beeinflussen. Allerdings ist zu erwähnen, dass solche Ansätze stets kritisch gesehen werden. Kritiker aus den Cultural Studies sehen beispielsweise den kulturellen Einfluss meist als deutlich wichtiger an, als den biologischen. Viele Soziologen sehen zudem die Einteilung in Mann und Frau an sich als soziale Kategorisierung an, die lediglich zur Vereinfachung des Weltverständnisses dient.

Hirnforschung

Männer und Frauen beim Glücksspiel
Pixabay.com © OpenClips (CC0 1.0)
Neben den angesprochenen evolutionären Strategien sollen die Geschlechter besonders von Hormonen und Genen abhängig sein. So ist das männliche Hormon Testosteron laut Studien für das verbesserte räumliche Denken zuständig und verschiedene weibliche Hormone würden Sprache und Kommunikationsfähigkeit fördern.

Allerdings ist die konkrete Ausprägung wiederum von individuellen Eigenschaften sowie unterschiedlichen Kriterien wie Alter, Geschlecht oder auch bestimmten Jahreszeiten maßgeblich abhängig. Ein Teil der Forscher sieht weiterhin eine Ursache für die geschlechtsspezifischen Fähigkeiten in der unterschiedlichen Gehirnarchitektur.

Allgemeines Spiel- und Suchtverhalten im Vergleich

Männer und Frauen beim Glücksspiel
BZgA; Forsa © Statista 2014
Ein großes und kontrovers betrachtetes Thema ist die Glücksspielsucht. Auch hier lassen sich geschlechtsspezifische Unterschiede feststellen, die unterschiedliche Eigenschaften der beiden Geschlechter vermuten lassen. Aus den Ergebnissen der Untersuchung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sowie des Forsa-Instituts wird deutlich, dass ein größerer Anteil an Männern zu den auffälligen Personen und auch zu den problematischen Glücksspielern zählt.

Die Universität Hohenheim stellt geschlechtsspezifische Unterschiede der Spielsucht bei einer Fachtagung heraus und kommt zu folgenden Ergebnissen:

  • Im Allgemeinen nehmen Frauen zu einem geringeren Anteil an Glücksspielen teil als Männer.
  •   Frauen werden seltener spielsüchtig.
  • Männer werden oft in jungen Jahren spielsüchtig, Frauen sind im Schnitt zehn Jahre älter.
  • Frauen geraten dafür schneller in die Spielsucht.
  • Mehr psychische Krankheiten bei spielsüchtigen Frauen als bei spielsüchtigen Männern erkennbar.
  • Spielarten variieren stark nach Geschlecht; Beispiel: ein deutlich größerer Anteil an Männern nimmt an Sportwetten teil.
  • Männer nennen bei Umfragen deutlich mehr Gründe für das Spielen, aber Hauptmotiv „Geldgewinn“ ist bei beiden Geschlechtern gleichwertig in der Bedeutung.

Vergleich unterschiedlicher Glücksspielvarianten

Die Betrachtung der Geschlechtsunterschiede lässt vermuten, dass die unterschiedlichen Fähigkeiten und Eigenschaften von Frau und Mann auch in Bezug auf Glücksspiele feststellbar sind. Aus diesem Grund sollen Frau und Mann hinsichtlich unterschiedlicher Glücksspielarten betrachtet werden, die verschiedener Fähigkeiten bedürfen.

Kartenspiele wie Poker

Männer und Frauen beim Glücksspiel
© Kiko Jimenez - Fotolia.com
Poker gehört mittlerweile zu den Glücksspielklassikern im Bereich der Kartenspiele. Unter dem Begriff Poker verbirgt sich allerdings eine ganze Reihe an Spielarten. Die wohl bekannteste Variante ist das Texas Hold’em.

Hierbei sitzen meist bis zu zehn Spieler an einem Tisch, erhalten jeweils zwei Karten vom sogenannten Dealer, die sie ihren Mitstreitern allerdings nicht zeigen. Es geht im Grunde darum, das bessere Kartenblatt zu besitzen und so den Geldeinsatz in Form von Chips zu gewinnen. Im Laufe des Spiels legt der Dealer deshalb bis zu fünf weitere Karten auf den Tisch, die bestenfalls in Kombination mit den zwei Karten des Spielers ein optimales Blatt ergeben und zum Gewinn führen. Innerhalb des Spiels und den Runden werden stetig mehr Chips gesetzt und die Spieler können in jeder Runde (außer in der ersten) aus dem Spiel aussteigen, verlieren aber dann den Ersteinsatz.

Benötigte Eigenschaften für das Spiel

Aufgrund dessen, dass die Karten der Gegenspieler nicht bekannt sind, gehört zu einer der wichtigsten Fähigkeiten beim Poker der Bluff, also das Vortäuschen von einem beispielsweise positiven Blatt. Um diese Fähigkeit optimal zu beherrschen, werden folgende Eigenschaften als die optimalen für einen guten Pokerspieler angesehen:

  • Intelligenz
  • Wissen und Erfahrung
  • Siegeswillen
  • Den Gegner richtig einschätzen können
  • Emotionen unterdrücken
  • Risikobereitschaft

Geschlechtsspezifische Unterschiede

Werden folglich die laut Forschung ermittelten geschlechtsspezifischen Eigenschaften mit denen, die für ein gutes Pokerspiel als positiv angesehen werden, verglichen, können folgende Aussagen geschlussfolgert werden. Hierbei sei gesagt, dass es sich um pauschalisierte Annahmen handelt:

  • Intelligenz/ Wissen und Erfahrung
Beide Eigenschaften können als geschlechtsunabhängig gesehen werden, da Intelligenz und Wissen von geschlechtsunabhängigen Genen und der entsprechenden Bildung abhängen.

  • Siegeswillen
Wird davon ausgegangen, dass Männer „kämpferischer“ sind, könnte theoretisch angenommen werden, dass diese Eigenschaft dem männlichen Geschlecht eher zuzuordnen ist.
  • Den Gegner richtig einschätzen können
Um einen Gegner richtig einzuschätzen, bedarf es einem gewissen Maß an sozialem Einfühlungsvermögen. Aus diesem Grund kann pauschalisiert hier davon ausgegangen werden, dass Frauen diese Fähigkeit eher besitzen.

  • Emotionen unterdrücken
Die eigenen Emotionen zu kontrollieren, hängt in hohem Maße von den individuellen Charaktereigenschaften ab. Allerdings schreiben Experten eher Frauen diese Eigenschaft zu als Männern.

  • Risikobereitschaft
Diese Eigenschaft könnte eher dem männlichen Geschlecht zugewiesen werden, da sich evolutionstheoretisch der Mann zur Beschaffung von Nahrung mehr Gefahren aussetzen musste.

Gewinnspielautomaten

Die meisten Gewinnspielautomaten verfügen über die Funktionsweise, dass durch Geldeinwurf, ein Spielverlauf in Gang gesetzt wird. So wird per Zufall eine bestimmte Zahlen- oder Bildkombination angezeigt, die entweder einen Gewinn oder eben einen Verlust bedeutet. Es handelt sich demnach um ein reines Glücksspiel, welches auf dem Zufall beruht.

Benötigte Eigenschaften für das Spiel

Im Grunde sind keinerlei bestimmte Kenntnisse oder Fähigkeiten erforderlich, um dieses Glücksspiel gewinnbringend durchzuführen. Die Grundregeln sollten bekannt sein, sind allerdings weder kompliziert noch mit großem Zeitaufwand zu erlernen.

Geschlechtsspezifische Unterschiede

Männer und Frauen beim Glücksspiel
commons.wikimedia.org © Jeff Kubina (CC BY-SA 2.0)
Obwohl keine gesonderten Fähigkeiten für diese Glücksspielform notwendig sind, lassen sich bei der Nutzung der Spielautomaten erhebliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern feststellen.

So sind laut Studien und Untersuchungen der Großteil der Geldspieltautomaten-Nutzer männlichen Geschlechts, laut folgender Bachelorthesis (Seite 25) immerhin 80 bis 90 Prozent. Zudem ist ein Großteil der männlichen Nutzer zwischen 18 und 40 Jahren alt. Wie im Abschnitt über Spielsucht erwähnt, könnte ein Grund darin liegen, dass Männer im Gegensatz zu Frauen aus mehreren Motivationen heraus mit dem Glücksspiel beginnen. So werden in Studien Motivationen wie Entspannung, Abschalten vom Alltag oder eben auch die Erzielung eines Geldgewinns angegeben.

Sportwetten

Männer und Frauen beim Glücksspiel
Pixabay.com © LiZardboy (CC0 1.0)
Sportwetten gehören zu den beliebtesten Wettarten überhaupt, bei der Geld auf das Eintreffen eines bestimmten Sportereignisses gesetzt wird. Ein zentraler Aspekt bei dieser Glücksspielform ist die Wettquote.

„Die Quote ist ein Wert, der die Wahrscheinlichkeit ausdrückt, mit der ein Ereignis eintritt. Bei einer Quote von 2.5 geht der Wettanbieter beispielsweise davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit des Ereignisses im Vorfeld bei 40 % liegt. Die Quote ist der wichtigste Faktor beim Wetten <…>.“
(Quelle: http://www.casinoverdiener.com/wetten/wettguide-fuer-einsteiger.php)

Ein weiterer zentraler Begriff ist der des Buchmachers. Es handelt sich hierbei um eine Firma, die unterschiedlichste Wetten und Angebote diesbezüglich anbietet. Schließlich können noch die unterschiedlichsten Wettarten unterschieden werden: Siegwette, Kombiwette oder die doppelte Chance. Die bekanntesten unter allen Sportwetten dürften die Pferdewetten sein, aber auch Fußballwetten werden von einem großen Anteil an Nutzern genutzt.

Benötigte Eigenschaften für das Spiel

Sportwetten gehen immer mit einem erhöhten Risiko des Verlusts einher, auch wenn die Wettquoten eine relative Sicherheit bieten. Des Weiteren bedarf es einem hohen Maß an Erfahrung, Disziplin, Wissen, Ausdauer, Orientierung an Fakten und einem gewissen Maß an Strategie, was beispielsweise den Einsatz von Wetteinsätzen betrifft.

Geschlechtsspezifische Unterschiede

Grundsätzlich kann festgehalten werden, dass deutlich mehr Männer Sportwetten nutzen als Frauen. Dies wird beispielsweise bei der Betrachtung von Online-Glücksspielen deutlich. Aus den Zahlen der Abbildung wird deutlich, dass die Nutzerzahlen zwischen Frauen und Männer in keinem Verhältnis stehen. Aus diesem Grund stellt sich die Frage, woran es liegen könnte, dass Männer deutlich häufiger Sportwetten durchführen.

Aus gesellschaftlicher Perspektive kann angenommen werden, dass traditionelle Sportwetten wie das Pferderennen in der Vergangenheit reine Männersache und für Frauen kaum zugänglich waren, so dass sich dieser Trend bis heute kaum verändert haben könnte.

Ein weiterer Grund könnte aus biologischer Sicht darin vermutet werden, dass Männer risikobereiter sind und durch die Fähigkeit, wahrgenommene Informationen schneller in Handlungsoptionen umzuwandeln, spontaner und zielgerichteter entscheiden können. Allerdings handelt es sich auch hierbei lediglich um Vermutungen.

Online-Glücksspiel

Männer und Frauen beim Glücksspiel
Pixabay.com © geralt (CC0 1.0)
Das Spielen um Geld im Internet nimmt mehr und mehr an Bedeutung zu, was Nutzerzahlen und auch den wirtschaftlichen Gewinn betrifft.

Ob Poker, Roulette, Automatenspiele, Lotterie oder auch Sportwetten - im Internet sind die Spiele uneingeschränkt genauso nutzbar wie in Spielhallen oder Wettarenen. Das Besondere im Gegensatz zur herkömmlichen Spielweise kann im Grunde in drei Aspekten gesehen werden:

  • Das Internet ist nicht ansatzweise so staatlich reglementiert wie Spielhallen.
  • Durch das Aufkommen der mobilen Endgeräte ist das Spielen oder Wetten grundsätzlich von überall aus möglich.
  • Es besteht die Möglichkeit, mit wenig Aufwand und ohne die eigene Person vollständig preisgeben zu müssen, am Spiel teilhaben zu können.
Aus den drei genannten Faktoren ergibt sich demnach eine relativ geringe Hemmschwelle, die eine Person zum Spielen animiert.

Benötigte Eigenschaften für das Spiel

Bestimmte personenspezifische Eigenschaften sind grundsätzlich beim Online-Glücksspiel nicht notwendig, da die benötigten Fähigkeiten eher vom konkreten Spiel abhängen. Dennoch kann eine gewisse Technikversiertheit vorausgesetzt werden.

Geschlechtsspezifische Unterschiede

Im Allgemeinen nutzt laut BITKOM ein weitaus größerer Teil an Männer das Online-Glücksspiel als Frauen. So waren es beispielsweise im Jahr 2009 1,7 Millionen Männer und gerade einmal 0,3 Millionen Frauen. Neben den Spielen und den benötigten Fähigkeiten an sich kann auch die unterschiedliche Internetnutzung der beiden Geschlechter betrachtet werden.

Laut den Erhebungen der ARD-ZDF-Onlinestudie verwenden 83,5 Prozent der Männer und 71,1 Prozent der Frauen zumindest gelegentlich das Internet. Hier könnte demnach angenommen werden, dass Männer technikaffiner sind als Frauen, wobei dies nur eine nebensächlichere Bedeutung bei der unterschiedlichen Online-Glücksspielnutzung haben dürfte.

Lotterie

Dieses Glücksspiel basiert auf dem Setzen eigens getippter Zahlen aus einer bestimmten Anzahl an möglichen Zahlen. Hier bezahlt der Spieler im Vorfeld einen finanziellen Einsatz. In Deutschland dürfte zu den bekanntesten Varianten 6 aus 49 oder seit wenigen Jahren der Eurojackpot zählen.

Benötigte Eigenschaften für das Spiel

Männer und Frauen beim Glücksspiel
commons.wikimedia.org © Emkaer (CC BY-SA 3.0)
Ähnlich wie beim Geldspielautomat sind keinerlei spezielle Fähigkeiten bei den Lottospielen notwendig, weil es schlicht weg auf Zufall und Glück beruht. Zahlreiche Menschen wenden allerdings unterschiedliche Strategien an, um vermeintlich die Wahrscheinlichkeit auf einen Sieg zu erhöhen, wie beispielsweise das Setzen auf die immer gleichen Zahlen oder die Verwendung von Geburtsdaten.

Geschlechtsspezifische Unterschiede

Lotto spielen zwar auch immer noch deutlich mehr Männer als Frauen, allerdings liegen die Anteile zumindest näher aneinander. So gehört das Lottospielen zu den beliebteren Formen der Glücksspiele für Frauen. Auch hier kann lediglich eine größere allgemeine Risikobereitschaft des männlichen Geschlechts vermutet werden, um die höheren Nutzungszahlen zu begründen.

Ergebnis der Betrachtung

Insgesamt kann nach näherer Betrachtung festgehalten werden, dass trotz unterschiedlicher Forschungsansichten gewisse Unterschiede zwischen Mann und Frau existieren. Laut den angeführten Eigenschaften lässt sich ebenso vermuten, dass diese sich auch auf die Spielweise beim Glücksspiel auswirken, allein aus dem Grund, weil die Nutzerzahlen zwischen Geschlechtern erheblich abweichen. Wer nun allerdings als Sieger hervorgeht, kann im Grunde kaum beantwortet werden, da immer auch individuelle bzw. geschlechtsunabhängige Fähigkeiten und Charaktereigenschaften eine Rolle spielen.

Die stärker ausgeprägte Risikofreudigkeit bei Männern gibt lediglich Aufschluss darüber, warum das männliche Geschlecht womöglich öfter und vermehrt an Glücksspielen teilnimmt als die Frau. Wird das von Strategie geprägte Pokerspiel betrachtet, kann allerdings vermutet werden, dass sowohl Mann als auch Frau relativ gleiche Chancen beim Kampf um den Sieg haben. So berichtet die Profi-Pokerszene, dass die Zahl der erfolgreichen Frauen stetig zunimmt. Auch wenn der Anteil an Profi-Frauen weitaus geringer ist als der der Männer, wird immer wieder festgestellt, dass Frauen vergleichsweise schneller im Ranking um die besten Pokerspieler-Plätze aufsteigen.

 
 

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