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Das Rezept zum Glücklichsein, im Romantik Hotel Turm

Echt jetzt? Ja, ab nun an und für immer!

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Unverfälschte Echtheit, viel Passion, einzigartiger Stil und ein bisschen Verrücktheit fügen sich im Romantik Hotel Turm in Völs in Südtirol zu einem Zufluchtsort der besonderen Art – der Art, glücklich zu sein. An einem Wochenende nehme ich das Erfolgsrezept des romantischen Art Hotels etwas genauer unter die Lupe …

                                                                        „Wo es mir gut geht, ist mein Zuhause“
                                                                                                       Zitiert nach Cicero

„Man muss Menschen Emotionen verkaufen“, meinte einmal ein Bekannter – und versuchte es gleich bei mir, mit einer Einladung ins Tantris. „Echt jetzt?“ Ein Abendessen für 200 Euro pro Person soll in mir besonders positive Emotionen wecken? Tut es aber nicht – und so zu tun, als ob, ist einfach nicht mein Ding. Ich mag es eben echt!

Jetzt aber in Echt: Bin ich denn glücklicher, wenn ich statt deftiger Gulaschsuppe ein Gürkchen-Schäumchen-Süppchen serviert bekomme? Und statt eines dünn-knusprigen Schnitzels ein mehrstöckiges Gehäuse aus unbekannten Kräutern und Krusten? Wohl kaum. Glücklicher bin ich aber, wenn mich echte Emotionen einhüllen, die von offenherzigen Menschen kommen. Echte Warmherzigkeit statt des aufgesetzten Lächelns. Wahre Gastfreundschaft statt einstudierter Freundlichkeit. Richtig frische hausgemachte Spaghetti mit Tomatensoße, die so schmeckt, als würde man in eine noch sonnenwarme Tomate, frisch vom Strauch gepflückt, reinbeißen, während der kräutige Wind durch die Nase im Gaumen landet und die ohnehin schlicht-feine Sache noch feiner macht. Und echter!

DAS Rezept für das wahre Glück:

Man nehme allumfassende Echtheit …

Das Rezept zum Glücklichsein, im Hotel Turm in Südtirol
© Romantik Hotel Turm
Solche Nudeln gibt es beim Turmwirt Stefan Pramstrahler, dem Mann, der aus vier altertümlichen Türmen, einer bewundernswerten Kunstsammlung – mit den echten Picasso und Dalí –, mit viel Humor und noch mehr Herz und italienischer Gelassenheit ein Hotel erschuf, in dem Authentizität, wahre Gastfreundlichkeit und der ausgelassene italienische Geist zu Hause sind.

Und noch sind wir es, die sich hier zuhause fühlen. Denn er führt sein Art Hotel so, als wäre es sein privates Haus: Man sieht ihn an der Bar, entspannt mit seinen internationalen Gästen plauschend; zum Nachmittags-Kaffee-Kränzchen kommen ein paar Einheimische vorbei; im Hintergrund klimpert ein Musiker nostalgische Klänge aus dem echten Klavier heraus; ein paar Original-Italiener stoßen am späten Nachmittag mit Aperol Spritz an, während ihre Kinder kreischend Geschenke auspacken ... Es ist ein beliebter Treffpunkt für „normale“ Menschen, die die Wärme und Gemütlichkeit dieses Ortes spüren und schätzen. Es ist einfach Leben da – echtes Leben, denn nichts ist aufgesetzt. Oder gespielt, außer Musik vielleicht.

Dazu gesellen wir uns doch gerne, zumal das Restaurant des Romantik Hotels Turm zu den fünf besten Hotelrestaurants in Italien gehört – dank dem passionierten Koch und Gastgeber Stefan Pramstrahler, der uns sein persönliches Erfolgsrezept für das ultimative Glücklichsein verrät …

Füge eine gute Portion Passion hinzu …

„Kochen ist meine Passion! Doch „Schäumchen“ kann jeder. Im scheinbar Einfachen, wie frische Nudeln, zeigt sich die Qualität der Küche,“ sagt gekrönter Haubenkoch und Hotelier mit Herzblut, als er uns am Abendtisch kurz begrüßt – und streift zufrieden über seine mit Mehl bestäubte Schürze. Sind wir, seine Gäste, zufrieden, ist er es auch. Und das scheint er immer zu sein – Stefan Pramstrahler ist nämlich ein Glückspilz. Ebenso, wie es auch sein Vater war, der sich in den 60ern zahlreiche Werke von Joseph Beuys, Oskar Kokoschka oder Paul Klee zu eigen machte und diese dann, samt den alten Türmen (der älteste stammt aus dem 13. Jahrhundert!), zu einem burgartigen Art Hotel zusammengewachsen, an seinen Sohn vererbte. Dieser hat die feine Sache weiterentwickelt, das romantische Hotel ausgebaut und es mit wahrer Lebenslust gefüllt.

Das Rezept zum Glücklichsein, im Hotel Turm in Südtirol
© Romantik Hotel Turm; Hotelchef Stefan Pramstrahler / Kreation aus der Turmwirt-Küche / Original Picasso Bild
So ein Schäumchen kann er übrigens auch, sodass wir uns alle Finger danach abschlecken. Doch damit will er uns keinesfalls „Emotionen verkaufen“ – es ist die Passion, die in diesem ungewöhnlichen Haus in der Luft schwingt.

„Leute mit Passion und dem Leuchten in den Augen sind mein großer Schatz“, hilft mir Herr Pramstrahler auf die Sprünge, bei der Frage nach dem Geheimnis seines Erfolgskonzepts.
Das Rezept zum Glücklichsein, im Hotel Turm in Südtirol
© Olga Sattler / Romantik Hotel Turm
Solche wie Manuel Röggl, der Oberkellner, der, aus meiner Sicht, selbst eine Art Kunstobjekt ist. Beschwingt und redselig begleitet uns heute Abend der junge Mann, der mich etwas an Salvador Dalí erinnert, durch den köstlichen Degustations-Dinner mit Schaumsüppchen & Co. und leckeren frischen Tagliatelle zwischendurch – und stellt uns genüsslich die nächste Passion des Hauses vor: Den Wein vom hauseigenen Weingut Grottnerhof, aus dem ebenso 13. Jahrhundert. Diese Passion des Hauses konnten wir am Nachmittag bereits vollends auskosten – von außen angewendet. Ein Weinbad im echten Felsen unter dem Hotel, mit einem Weintrester-Peeling auf einem heißen Stein vorab und der Traubenkernölmassage im Anschluss. Das bei nur Kerzenlicht, zu einem Glas Rotwein ... Auch verwöhnt wird man hier mit wahrer Passion!

Nun sitzen wir rundum entspannt am runden Dinner-Tisch und testen uns durch die hauseigene Weinreihe, begleitet von Geschichten über das Weingut und die berühmt-berüchtigten kulinarischen Kreationen aus der Turm- bzw. Hauben-Küche. Meine Aufmerksamkeit wechselt dabei im Polka-Tempo zwischen dem stylisch gedrehten Schnurbart des Oberkellners Manuel und den Weinflaschen-Etiketten, von denen mich ein Rabe, eine Eule, eine Elster & ein Birkhuhn anstarren. Irgendwie ist das Ganze schon etwas verrückt – aber angenehm verrückt …

Verdünne das Ganze mit einem Schuss Verrücktheit …

„Ein bisschen verrückt bin ich auch“, gesteht Stefan Pramstrahler. Verrückt muss man heute als Hotelier wohl wirklich sein, wenn man sich an keine Kriterien anpassen will und diese Freiheit auch seinen Mitarbeitern lässt: „Ich respektiere meine Mitarbeiter so, wie sie sind, und lasse sie deren Werk vollziehen. Das gehört zu meinem Echtheits-Gebot dazu!“ Doch hat er deswegen einen Vogel?

Hatte er – und nicht nur einen, sondern mehrere. Als 13-jähriger Junge war er mit einem Raben namens Rocky „befreundet“, bis letzterer für seine freche Art vom Nachbarn niedergeschlagen wurde. Dann gab es den treuen Uhu Olga … Seitdem sind Vögel ein großes Thema im Leben des Turmwirts – und der Rabe ist sogar das Symbol des Weinhofes.

Irgendwo sei er selbst „ein bisschen Rabe“, meint er … Einer, der verrückt genug ist, an den Hotelwänden einen echten Picasso hängen zu lassen. Einer, der mit Kerzenschein und dem offenen Feuer auf der Terrasse, bei Einbruch der Dunkelheit, für seine Gäste unvergessliche romantische Momente schafft – auch wenn er selbst nicht viel von der "Herzchen-Romantik" hält. Einer, der bei jedem der individuell-liebevoll eingerichteten Zimmer einen guten Geschmack und viel Sinn für Stil an den Tag legt ...

Und runde es mit jeder Menge guten Geschmack & einzigartigem Stil ab!

Das Rezept zum Glücklichsein, im Hotel Turm in Südtirol
© Romantik Hotel Turm

Man bekomme: Das Art Hotel Turm in Schlern

Jetzt aber echt! Tage im Hotel Turm sind kein typischer Hotelaufenthalt. Es ist eher ein Besuch bei Stefan Pramstrahler daheim. Denn er IST das Hotel Turm: kreativ, offenherzig, gemütlich-gelassen und ein bisschen verrückt. Aber vor allem – unverfälscht!

Doch jedes gelungene Rezept hat auch …

Eine geheime Zutat: Der beste Kartoffelsalat der Welt

Zum Schluss möchte ich noch eins vom Herrn Pramstrahler wissen: Das Geheimnis für seinen Kartoffelsalat, der nun meinen Freund, Abend für Abend, abseits vom Schäumchen & Co, glücklich machte. Die Auflösung ist einfacher als gedacht:

„Ich nehme weich gekochte Eier, die jeden Tag vom Frühstück übrigbleiben, um eine Emulsion herzustellen, anstelle von Mayonnaise. Diese kommen mit ein paar gekochten Kartoffeln und etwas Senf und Öl in den Mixer. So entsteht die Sämigkeit. Diese Emulsion, mit etwas frischen Zwiebeln, rühre ich unter die Kartoffeln. So bekommt mein Kartoffelsalat die super cremige Konsistenz, enthält aber keine Mayonnaise mit rohen Eiern. Die Kunst ist es, aus den Nachteilen Vorteile zu machen!" Auch diese Kunst beherrtscht Stefan Pramstrahler mit Bravour!

 
 

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