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Friaul in Italien

Ein kulinarisches Paradies

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San Daniele Schinken, der Montasio Kuhmilchkäse und den Birnenschnaps Per Martin. Das alles zeichnet die Region Friaul aus. Feinschmecker kommen hier voll auf ihre Kosten und das auch noch zu günstigen Preisen. Reiseexpertin Karin Willen hat sich für uns mal durchprobiert.

Italien Friaul
© Litti/ pixelio.de

Ein Aperol Spritz für weniger als 1 Euro

Die Wirtin serviert ein dickes Stück frisch gebackenen Kuchens mit einem herzlichen Lächeln, das den Stolz über ihre Backkünste nicht verhehlt. Und dann die Preise: Ein Espresso kosten gerade mal 70 Cent. Auch das Glas Wein und der Aperol Spritz kosten nicht mal einen Euro. Den Frizzante schenkt die Wirtin für 1,70 Euro aus.

Italien kann auch ausgesprochen preiswert sein - und dabei richtig gut, lernen wir im Friaul, das den Großteil der norditalienischen Region mit dem sperrigen Namen Friaul-Julisch-Venetien bildet. Etwa in den Agroturismo-Unterkünften wie dem blitzsauberen Castelli di Faedis in der Provinz Udine, mitten im Weinanbaugebiet Colli Orientali.

Aria di Festa

Man könnte sogar sagen, dass genusssüchtige Sparfüchse hier an der an Slowenien grenzenden Hügelkette ihr Paradies entdecken und ihren Horizont erweitern können. Denn im Friaul gedeihen einige autochthone Rebsorten, die auf Festen zum Teil umsonst oder für einen Spottpreis probiert werden können. Allen voran beim traditionellen Aria di Festa, dem Schinkenfestival von San Daniele, bei dem Ende Juni Busladungen vor allem aus Kärnten und Slowenien vor den Toren der Altstadt ausgespuckt werden.

Für ein Wochenende werden die Straßen und Plätze im historischen Zentrum zu offenen Gaststätten, in denen die hauchdünn geschnittenen Scheiben in geselligen Runden pur oder um ein Grissini gewickelt in den Mund geschoben werden und mit einem Schluck Friulano zum Gesamtgenuss veredelt werden. Wenn sich die Aromen des festen Hinterschinkens dabei mit der mineralischen Säure aus der Rebe Tocai Friulano verbinden, kommt schon mal öfter ein ausgesprochen seliger Gesichtsausdruck zustande. Das zaubert auch ein Lächeln in die Minen der emsig schneidenden Hersteller, die dann gern von "tipicamente friulano", typisch friulanisch, sprechen.

Italien Friaul
© Karin Willen

Delikatessen

Mit diesem Slogan wollte die regionale Agentur für ländliche Entwicklung ERSA den Wein Friulano bewerben, als 2007 nach EU-Gesetzen der Namensbestandteil Tocai den Ungarn vorbehalten bleiben musste. Viele dachten, dass der Ausspruch auch für die Qualität anderer Erzeugnisse stehen kann.

Doch die ESRA will die Auszeichnung den traditionellen Spezialitäten vorbehalten. Der Montasio Kuhmilchkäse trägt das "Tipicamente Friulani" ebenso wie der Formaggio Asino (Eselsmilchkäse), die Salamivariationen mit Fleisch von Gänsen, Schwein und Lardo (Speck), das Hefeteiggebäck Gubana oder der Birnenschnaps Per Martin.
 

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