Magazin Club
Sie befinden sich im Magazin > Lifestyle > Reise > Herbstliches Wandern auf dem Keschtnweg

 

Keschtnweg: Eisacktaler Kastanienwanderweg

Herbstwandern mit Genuss

  Drucken | Empfehlen

Wenn Mischwälder prächtig bunt werden, beginnt im Eisacktal die genussvolle Wanderzeit: Auf dem „Keschtnweg“, dem Kastanienweg. In dieser Zeit werden hier beim traditionellen Törggelen zum jungen Wein und der typischen Südtiroler Bauernküche geröstete Kastanien serviert. Doch auch in vielen Gerichten sind Kastanien im Herbst eine beliebte Zutat.

Wandern mit Genuss – auf dem Keschtnweg

Herbstliches Wandern auf dem Keschtnweg
Olga Sattler
Ein rund 60 km langer Genuss-Wanderweg führt durch die sanft-hügelige Landschaft mit Weinbergen und Kastanienhainen, vom Kloster Neustift bis zur Burg Runkelstein nach Bozen. Imposante Kastanienbäume, die im Sommer angenehmen Schatten spenden, liefern im Herbst ein zusätzliches Einkommen für Bauern und eine leckere Zutat für viele herbstliche Gerichte. 
Herbstliches Wandern auf dem Keschtnweg
Annamartha / pixelio.de
Kastanien, die schon immer eine große Bedeutung für die Region hatten, sind mit der Zeit zu einem Teil des regionalen Tourismus geworden – und zu einem wahren „Wahrzeichen“ eines Wanderweges, des Eisacktaler Keschtnweges. Die Idee, den Urlaubern die bäuerlichen Traditionen von Südtirol und die Kastanienkultur näher zu bringen, indem man einen Wanderweg von einem Bauernhof zum nächsten leitet, kam von den Bauern selbst. Das sollte mehr Wanderlustige in die Region bringen und den Verkauf der hofeigenen Produkte ankurbeln. Der Hauptschwerpunkt des Keschtnweges sollte natürlich die Kastanie sein.

Der (Keschtn-)Weg ist das Ziel

Ursprünglich war ein Rundwanderweg angedacht, der im selben Dorf, in Feldthurns, beginnen und enden sollte. Da die Hoffnung, daraus etwas Größeres, ja eine ganze Wanderkultur entstehen zu lassen, groß war, wurde entschieden, den Weg auf seinen beiden Enden offen zu lassen. Denn mit der Zeit könnten sich vielleicht auch andere Gemeinden anschließen wollen.

Der Plan ging auf. 2001 wurde der erste Teil (von Feldthurns bis nach Klausen) des Weges markiert. 2003 kam in Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Eisacktal ein weiterer Abschnitt (von Farn bis nach Bozen) dazu. 2012 war ein wichtiges Jahr für den Keschtnweg – eine durchgehende Markierung auf dem ganzen Weg (ca. 63 km) war da!

Herbstliches Wandern auf dem Keschtnweg
Olga Sattler
Mittlerweile haben sich  34 Bauernhofbetriebe zu einem Verein namens „Leben am Keschtnweg“ zusammengeschlossen. Norbert Blasbichler ist mit seinem Biohof „Radoar“ in Feldthurns einer davon, der sich vor allem für den respektvollen Umgang mit der Natur und dem Lebensraum einsetzt. „Der Mensch soll hier nicht über Blätter, Früchte oder Probleme und schöne Seiten belehrt werden. Er soll hierher kommen und sich einfach wohl fühlen. Die Attraktivität des Weges soll entlang des Weges sein – das schwebt uns vor. Der Keschtngeg soll mit und von dem leben, was der Weg entlang bietet“, erzählt Norbert Blasbichler stolz.

Der Weg ist zu einem „großen Kapital“ für die Bauern entlang des Keschtnweges geworden. Er bringt Wanderer an den Hof und lebt von der Arbeit und Mühe der Hofbetreiber weiter. Wer von einer Einkehr zur nächsten läuft, taucht in die ursprüngliche Südtiroler Tradition ein, tankt die Sonne der mit dem milden Klima gesegneten Landschaft und nimmt die warmen Erinnerungen an die Südtiroler Herzlichkeit und Urgastfreundschaft mit nach Hause – ebenso den köstlichen, rauchig-würzigen Geschmack der gebratenen Kastanien.
Herbstliches Wandern auf dem Keschtnweg
Olga Sattler

Etwas „Belehrung“

Törggelen: Ein Trio aus Wein, Kastanien und Surfleisch

Die Tradition neu aufgelegt: "Torggl“ hießen in Südtirol die alten Weinpressen. Die Törggelen-Zeit beginnt nach dem Ernten Anfang Oktober. Die geernteten Produkte können in den Buschenschänken verkostet werden: Frisch gekelterter süßer „Most“, Gerstesuppe, Schlutzkrapfen, deftiges Surfleisch, hausgemachte Kaminwurzen und Speck und Knödel kommen auf den Tisch. Als Nachspeise gibt es süße Krapfen und die frisch gerösteten Esskastanien, "Keschtn", serviert.

Buschenschank oder Hofschank?

Ob im Buschenschank oder Hofschank, hier werden in urigen Stuben leckere Produkte wie heimisches Obst gespeist, hausgemachte Säfte, und natürlich Wein verkostet – alles direkt vom Bauern! Doch liegen die Hofschänken, im Gegensatz zu den Buschenschänken, außerhalb des klassischen Weinbaugebietes, weshalb sie keinen eigenen Wein anbauen. Lediglich ausgewählte Weine aus Südtirols Kellereien und Weingütern können hier verkostet werden.

In Buschenschänken findet das Törggelen seinen Ursprung. Die Buschenschank-Lizenz bekommen nur die Höfe, die einen hauseigenen Wein keltern und servieren.

Biohof „Radoar“

Das Wort „Radoar“ kommt aus dem Rätoromanischen („Scheibe, rundes Feld“) und steht für den Kreis des Lebens, in dem alles Lebendige eingebunden ist. Insgesamt 17 ha bewirtschaftet Norbert Blasbichle mit seiner Familie. Zum Biohof gehört u.a. ein Weingut, eine Brennerei und ein Buschenschank, in dem Wanderer die hofeigenen Produktionen und von Ende September bis Ende November frisch geröstete Kastanien verkosten und kaufen können. Auch Produkte anderer Bauern kommen hier auf den Tisch. Dieser Zusammenhalt der Bauernhöfe hilft, den traditionellen regionalen Anbau und somit den Traditionsgeist aufrechtzuerhalten. www.radoar.com

„Beim Partegger“

Herbstliches Wandern auf dem Keschtnweg
Olga Sattler
Vom Radoar führt der Keschtnweg zum Oberparteggerhof auf 600 Meter Höhe weiter. Am Sonnenberg mit einem traumhaften Ausblick in das sonnendurchflutete Eisacktal gelegen, ist der Oberparteggerhof schon seit 1787 in Familienbesitz. Damals wie heute gibt es hier nur die besten Produkte direkt vom Hof, ganz persönlich serviert von Sepp und Rosmarie Kainzwaldner. www.oberpartegger.com

Buschenschank des Villscheider Hofes

Der beliebte Buschenschank, idyllisch auf einer Anhöhe gelegen, ist unter anderem für seine hervorragenden Weine bekannt. Hier, auf den steilen, nach Süden und Osten ausgerichteten Weinbergen, werden drei für das Eisacktal charakteristische Weinsorten Sylvaner, Kerner und Gewürztraminer angebaut. Frisch und fruchtig-elegant kommen die hauseigenen Weißweine daher – hervorragend passend zu den zünftig-deftigen Südtiroler Spezialitäten! www.villscheider.info

Nächtigen am „Keschtnweg“

Aktiv & Vital Hotel Taubers Unterwirt in Feldthurns

Herbstliches Wandern auf dem Keschtnweg
Auch im Aktiv & Vital Hotel Taubers Unterwirt wird Tradition groß geschrieben. Denn bereits seit 150 Jahren und fünf Generationen führt die Familie Taubers das ursprünglich-freundliche Vier-Sterne-Haus.

Da das Wanderhotel direkt am Eisacktaler Kastanienweg liegt, hat es sich ganz auf die Kastanien ausgerichtet: Angefangen mit dem Kastanienholz der Wohlfühlzimmer, über die kulinarischen Feinschmeckermenüs, bis hin zu den Spa-Produkten, die in der edlen Wellnessabteilung namens „Castanea“ angewendet werden.

Taubers Unterwirt ist nicht nur der richtige Ort, um in die duftende Kastanienwelt einzutauchen. Das Haus ist der perfekte Startpunkt für die Wanderungen entlang des Keschtweges. Von hier aus gelangt man in ein paar gemütlichen Wanderstunden zu den Bauernhöfen „Radoar“, Villscheider und Oberpartegger – auf Wunsch in persönlicher Begleitung vom Senior-Inhaber Franz Tauber, der trotz seines stolzen Alters auch die Jüngsten während der Wanderung abhängt. Dazu gibt es viele liebevoll und gleichermaßen stolz erzählte Geschichten über Südtiroler Sitten und Bräuche, mystische Sagen rund um die Kastanie und die „jungen Mädchen“. Keine Angst, keine jungen Mädchen, die in dem Fall für Dolomiten stehen, müssen in diesen Sagen ums Leben kommen – dafür werden viele neue Eindrücke und spannende Einblicke in die Welt der Kastanie und der Dolomiten geboren.

Vitalpina® Hotels Südtirol

Herbstliches Wandern auf dem Keschtnweg
Olga Sattler / Vitalpina Naturhotel Lüsnerhof
Noch mehr tolle Wanderhotels findet man in der Hotelgruppe „Die Vitalpina® Hotels Südtirol“. Die insgesamt 36 Mitgliedshotels stellen neben Wandern solche Themen wie gesunde Ernährung und Wellness im Einklang mit der Natur in den Vordergrund. Alle Gastgeber sind selbst geprüfte Wanderführer und begleiten ihre Gäste im Sommer und Winter auf den Wandertouren durch die atemberaubende Südtiroler Bergwelt. www.vitalpina.info
 
 

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


 

Unbekannter Gast  am 08.01.2015 10:57

Ihr Kommentar...

| Inhalt melden | Kommentar hilfreich? ja / nein
 
Unbekannter Gast  am 27.12.2014 20:00

Ihr Kommentar...

| Inhalt melden | Kommentar hilfreich? ja / nein
 

 
Women's Club
Login:
Passwort:
 
Werden Sie jetzt Mitglied

Registrieren

Mit Facebook anmelden
 



 

 
Kochrezepte.de - Ein Service der FOOBOO GmbH - Finden Sie passende Rezepte für jeden Anlass

© FOOBOO GmbH | Jobs | Impressum | Kontakt | Datenschutz | AGB | Sitemap | Valides HTML | Vibrant InText-Werbung