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La Perla, das etwas „andere“ Hotel

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Das Herz der Gebrüder Costa spürt man hier in jeder Ecke – das macht das familiengeführte Hotel La Perla in Südtirol, mitten in den Dolomiten, aus. Seit der ersten Sekunde habe ich das Gefühl, kein Hotel zu betreten, sondern eine befreundete Familie zu besuchen. So bin ich dem Charme der imposanten Berglandschaft und dem Individualismus des Südtiroler Kleinods namens „La Perla“ hoffnungslos verfallen …

Zu Gast bei Familie Costa

Reisebericht: La Perla, das etwas „andere“ Hotel
© La Perla Hotel
Als ich Anfang März am späten Nachmittag im italienischen Corvara ankomme, ist es noch fast wie im Wintermärchen: Kniehohe Schneeberge schmiegen sich an das Hotel mit seinem verspielten „La Perla“-Schriftzug über der Eingangstür. Auf rund 1.600 Höhenmetern gelegen ist das Chalet im authentischen Landhausstil von den imposanten, noch gut „verzuckerten“ Dolomiten umgeben. Der unermüdliche Skilift bringt gerade die letzten Ski-Fanatiker direkt von der Haustür auf den weißen Berg …

Der La Perla-Familiengeist

Ich reiße mich nun endlich von der Schönheit der Berglandschaft los und wage einen Blick hinein, in das La Perla-Reich: Etwas vom Geiste des Italo-Klassikers „Der Pate“ spürt man in diesem „etwas anderen“ familiengeführten Haus von der ersten Minute an.  Ja, eben „Haus“ und nicht „Hotel“, denn für den Gastgeber-„Klan“ Costa gibt es keine Kunden, sondern herzlich willkommene Gäste.

Reisebericht: La Perla, das etwas „andere“ Hotel
© La Perla Hotel; Familie Costa
Es gibt auch noch andere Sachen, die ein „durchschnitts-normaler“ Hotelgast so in der Form nicht gewohnt ist: z.B. findet er hier keine Minibar auf dem Zimmer, keine Übersee-Produkte auf dem Tisch, kein Fleisch auf der Freitags-Speisekarte. Keine Luxus-Suiten, dafür aber 52 kuschelige Zimmer, jedes davon mit eigenem Romantik-Charme und Einrichtungs-Elementen aus der Familien-Sammlung Costa. Dazu kommt die exzellente Sternen-Kulinarik mit regionalen und italienischen Produkten aus der Alpenregion. Die Organisation der Verpflegung ist eine weitere Besonderheit des Hauses: Im Zimmerpreis sind 40 Euro inbegriffen, die der Gast nach Belieben in einem der fünf Hotel-Restaurants einlösen kann. „Wir wollen, dass unsere Gäste in Bewegung bleiben, ein bisschen herumkommen und vieles erleben“, erzählt Michil Costa, der älteste Sohn der Familie. Nicht zuletzt sind das mega freundliche Personal, die entspannte Stimmung zu jeder Tageszeit und ein Maximum an Stil und Geschmack bei jedem Detail zu erwähnen. Das alles macht das Konzept der Gemeinwohl-Ökonomie aus, dem sich das familiäre Haus verschrieben hat.

Das IST La Perla.

Das Wohl für alle, dank Gemeinwohl-Ökonomie

Reisebericht: La Perla, das etwas „andere“ Hotel
© Berghotel Ladinia
Drei Brüder, drei Charaktere, drei Aufgaben-Bereiche und eine Philosophie – die des Gemeinwohls: „Profit ist zwar wichtig, aber die absolute Priorität haben bei uns ganz andere Werte: die Menschenwürde, Solidarität, soziale Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit und die innerbetriebliche Demokratie. Wir alle zusammen entscheiden, wo es lang geht. Unsere Mitarbeiter sind unser größtes Gut!“, legt Michil Costa stolz die Fakten dar. Dabei sitzen wir bei einem Morgen-Tee im benachbarten Berghotel Ladinia, das von der Familie Costa dazu gepachtet wurde. Um es eben auch jüngeren Gästen finanziell zu ermöglichen, an der Gemeinwohl-Ökonomie zu partizipieren. „Hier gibt es kein Mineralwasser, sondern nur reines Bergquell-Wasser, die Blumen kommen nicht aus Holland, sondern vom Nachbarn und die Servietten sind aus Recycling-Papier“, präsentiert Herr Costa. Im kleinen, urigen Berghotel lebt der Alpengeist. Und die gediegene Gemütlichkeit ist wie bei Oma. Die rustikale Hütte, die schon vor über 70 Jahren, als erste in der Gegend, die Pension-Lizenz hatte, ist ein Teil des Gemeinwohl-Plans. „Deshalb werden hier die jüngeren Gäste auch nicht mit Cola ‚verwöhnt‘“.
Reisebericht: La Perla, das etwas „andere“ Hotel
© La Perla Hotel; Eingang L'Murin Après-Ski
„Es gibt Gäste, die unser Konzept nicht akzeptieren und solche Sachen bemängeln. Doch es gibt auch andere, die das schätzen und lieben und deshalb immer wieder kommen“, lächelt Michil Costa, der den organisatorischen und sozialen Aspekt im „Casa de La Perla“ verantwortet. Die Küche und der sehr strenge Lieferanten-Kodex obliegen dem anderen Bruder, Maximilian Costa, der sein Werk eher im Hintergrund vollzieht. Der dritte der Gebrüder, Mathias Costa, ist der Herr der Apre-Ski-Hütte „Murin“ und sorgt mit seinem angenehm-sonnigen Gemüt für gute Laune – und zwar nicht nur in der alten Mühle, die zu einer coolen Après-Ski-Bar umfunktioniert wurde, sondern im ganzen La Perla Familien-Reich. Mit seinem freundschaftlichen „Schulter-Klopfer“ zur morgendlichen Begrüßung geht der Tag immer fröhlich los …     
 
Ach ja, da war noch der „Der Pate“-Familiengeist … Vielleicht erinnert mich an diesen Film die italienische Nostalgie, mit der Michil Costa, der „wiedergefundene“ Sohn der Familie, mir über das von seinem Vater gebaute Haus erzählt. Michil wollte nämlich einst Musiker werden, war in der Welt unterwegs, bis er eines Tages in seinen geliebten Heimatort Corvara zurückfand und hier nun in Glück und Zufriedenheit lebt. Oder fasziniert mich noch mehr dieser familiäre Zusammenhalt, den ich im La Perla spüre, das gut organisierte „Zusammen-Schaffen und -Leben“ aller Familien- und Hausangehörigen, die Einigkeit, die eine entspannte, heimische Atmosphäre schafft.

Hotelgeschichte = Geschichten über das Hotel

‚Anders als die anderen und trotzdem in sich stimmig, in jedem Detail‘, ist mein letzter Gedanke am Ende dieses kurzen, gemütlichen Besuches bei der Familie Costa. Den Individualismus des Hotels erkennt man übrigens bereits bei der ersten Begegnung mit La Perla im Internet. Keine typische Hotel-Buchungsseite, sondern eine Art E-Book präsentiert die mutig-ungewöhnliche Ladinische Unterkunft in Alta Badia: Die Suchenden lernen das Haus aus den kurzen Geschichten kennen, die der Familie Costa selbst, den Mitarbeitern sowie Hotelgästen dazu einfallen. Und finden sehr viel Herzenswärme, wenn Sie sich „wagen“, das etwas andere Ski- und Wanderhotel persönlich zu erleben und ein Teil seiner Geschichte zu werden ...

Reisebericht: La Perla, das etwas „andere“ Hotel
© La Perla Hotel; Geschichten

 
 

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