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Die Macht der Mode – wie man sie beherrscht und was sie ermöglicht

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Mode ist Macht – ganz so leicht ist es sicher nicht, aber dennoch kann der Griff zu den richtigen Kleidungsstücken sowohl das eigene Verhalten als auch die Wahrnehmung anderer Personen beeinflussen. Nicht zuletzt gilt die Modeindustrie selbst als modern und angesagt, sodass sie von vielen Menschen stark verfolgt und nachgeahmt wird. Das macht einerseits Spaß und sorgt für neue Impressionen im Kleiderschrank, bringt andererseits aber auch einige gesellschaftliche Probleme mit sich.

1. Der individuelle Stil

Die Macht der Mode
© Fotolia / luanateutzi
Mode hat viel mit dem individuellen Stil zu tun und dieser will erst einmal gefunden werden. Dies ist dann der Fall, wenn sowohl die ästhetischen Vorlieben als auch die eigene Persönlichkeit sich in der Kleidung widerspiegeln. Einfach ist der Weg zum eigenen Stil jedoch nur selten, denn dafür muss zunächst entschieden werden, welche Facetten der Persönlichkeit überhaupt gezeigt werden sollen. Farben, Formen, Strukturen und weitere modische Elemente kommen dabei zum Einsatz. Bis sich ein solcher Stil herausgebildet hat, kann es Wochen, Monate oder sogar Jahre dauern – im Grunde ist er sogar niemals abgeschlossen, denn schließlich reift die Persönlichkeit immer weiter heran. Das ist beispielsweise auch der Grund dafür, dass der Modestil sich während der Teenager-Jahre oftmals so schnell und extrem verändert. Folgende Anleitung kann helfen, um der Findung des eigenen Stils auf die Sprünge zu helfen:

2. Welche Facetten sind wichtig?

Welche grundsätzlichen Eigenschaften sind vorhanden und lassen sich umsetzen? Wie sollen andere Menschen den Stil und damit auch den Menschen selbst wahrnehmen? Welches Gefühl soll der Träger der Kleidung dabei haben? Diese und weitere Fragen helfen bei der Ideenfindung – so lässt sich ermitteln, ob der Look vielleicht eher würdevoll und ordentlich, innovativ, lässig, natürlich, sexy oder extrovertiert wirken sollen.

3. Stimmungen und Gefühle in Design-Elemente umsetzen

Meist sprechen bestimmte Design-Elemente einen Menschen immer wieder ganz besonders an und gehören damit zu den persönlichen Vorlieben. Hier gilt es also herauszufinden, welche dieser Elemente mit den gewünschten Stimmungen und Facetten übereinstimmen. So kann eine Grundlage für den künftigen Stil geschaffen werden. Eine Visualisierung kann in diesem Fall weiterhelfen – dafür werden alle identifizierten Design-Elemente notiert oder ganz nach Belieben auch bildlich dargestellt.

4. Zusammenhänge erkennen

Bei den gesammelten Favoriten und Vorschlägen sollte nun bei genauerer Betrachtung deutlich werden, welche Elemente besonders häufig vorkommen oder eine gewisse Faszination ausüben. Dabei kann es sich um bestimmte Farb-Kontraste, Material-Vermischungen oder dominierende Farben handeln, aber auch Texturen wie etwa glänzend, matt oder transparent sollten berücksichtigt werden.

5. Stilbruch und Veränderung

Letztendlich gilt aber auch, dass ein Stil sich keineswegs an gängigen Trends oder Ratschlägen orientieren muss – stattdessen sollte er der Trägerin oder dem Träger vor allem gefallen. Ausprobieren, verändern und testen ist also in jedem Fall erlaubt und sorgt darüber hinaus auch noch dafür, sich von der Masse abzuheben. Soll mit dem Outfit allerdings ein bestimmtes Ziel erreicht werden, so lohnt es sich einige Tricks und Ratschläge zu berücksichtigen, wie im Folgenden erklärt wird.

Figurtyp

Die Macht der Mode
© Fotolia / suslo
Vor allem für Frauen ist dieser Punkt relevant, denn bekanntlich können Taille, Brust und Becken für viele unterschiedlichen Figurtypen sorgen. Unterschieden wird zwischen:

•    Figurtyp V – hier verteilen sich die Rundungen hauptsächlich auf den oberen Körperbereich, während die Hüften schlanker als die Schultern sind, der Po flach und die Beine schlank. Beine und Dekolleté sollten daher in Szene gesetzt werden, weniger sinnvoll sind jedoch Schulterpolster, dicke und grobe Stoffe oder große Gürtel und Drapierungen.

•    Figurtyp X – ein flacher Bauch, weibliche Kurven und eine schmale Taille machen diesen Figurtyp aus, der an eine Sanduhr erinnert. Er verkörpert das klassische Sinnbild der Weiblichkeit, dennoch fühlen sich viele Frauen mit X-Figur häufig als zu mollig. Die Kleidung sollte entsprechend der vorhandenen Kurven gekauft werden, andererseits aber auch nicht zu eng sein – denn so werden kleine Pölsterchen betont. Auch breite Gürtel sind nicht ideal, sie heben die Sanduhrfigur auf.

•    Figurtyp O – dieser Figurtyp verteilt seine Rundungen hauptsächlich auf Brust und Bauch und wirkt daher schnell mollig. Im Gegensatz dazu hat er wenig Po und Taille und schlanke Beine. Enge und kurze Kleidung betont oftmals die Rundungen und auch zu Querstreifen sollte nicht gegriffen werden. Gerade die Beine und das Dekolleté sollten hingegen optisch hervorgehoben werden.

•    Figurtyp H – die typische Sportlerfigur besitzt der Figurtyp H. Kein Gramm Fett zu viel, keine Problemzonen und eine schlanke Silhouette sind das Kapital dieser Figur, dafür fehlen allerdings die Rundungen an Busen, Po und Hüfte. Eine vorteilhafte Betonung von Hüfte und Po kann hier vieles möglich machen, sehr weite Kleidung oder kurze Shirts eignen sich hingegen weniger.

•    Figurtyp A – der Figurtyp A verfügt über einen insgesamt breiteren Unterkörper, Hüfte und Po sind also breiter und die Oberschenkel kräftiger, während die Schultern eher schmal und die Brust klein ist. Akzente sollten im Brustbereich gesetzt werden, auch die schlanken Arme und Schultern sind ein schöner Blickfang. Um Hüften und Oberschenkel nicht noch weiter zu betonen, sollte auf dortige Details verzichtet werden. Miniröcke verkürzen außerdem zusätzlich die Beine.

Passform

Die Macht der Mode
© Fotolia / underdogstudios
Ist der eigene Figurtyp erst ermittelt, so kann darauf basierend die entsprechende Passform ausgewählt werden. Während dafür früher noch der Schneider verantwortlich war, der Maß nahm und für jede Figur ein individuell passendes Kleidungsstück herstellte, so bieten Geschäfte und Online-Stores mittlerweile ein breites Sortiment, in dem jeder auf seine Kosten kommt. Dabei kommen die sogenannten Konfektionsgrößen zum Einsatz, nach denen sich jeder Verbraucher richten kann. Auch hier sollte beim Einkauf aber Acht gegeben werden, denn nicht immer sind die Maße einer typischen 38 überall die gleichen. So ist die deutsche 36 beispielsweise ein französische 38 und in Italien entspricht sie sogar einer 40. Wer auf Nummer sicher gehen möchte und Frustkäufe, die im Nachhinein doch nicht passen, vermeiden will, der kann und sollte im Vorfeld zum Maßband greifen. Um Konfektionsgrößen selbständig zu berechnen, muss an folgenden Stellen Maß genommen werden:

•    Körpergröße vom Scheitel bis zur Sohle
•    Brustumfang an der stärksten Stelle
•    Direkt unter der Brust
•    Taillenumfang an der schmalsten Stelle
•    Hüftumfang

Wie das Messen im Detail funktioniert, zeigt auch folgender Ratgeber, der zudem ein anschauliches Video bereithält. Ein gut passendes Kleidungsstück zeichnet sich dadurch aus, dass nichts zwickt, zu kurz oder zu lang ist. Im besten Fall erzeugt dies ein positives Tragegefühl, dass sich auch auf den Träger ausbreitet und für Selbstbewusstsein und Tragekomfort sorgt.

Kombinationsgabe

Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Zusammenstellung eines Outfits ist die Kombinationsgabe. Hierbei gilt es Farben, Stoffe und Muster so miteinander zu vereinen, dass diese die Figur in ein positives Licht rücken oder auf den Betrachter besonders ansprechend wirken.

•    So wirkt ein Outfit aus dunklen Farben eher autoritär, seriös und verlässlich, während hellen Farben leicht und entspannt erscheinen.
•    Kräftige Farben unterstreichen die Aktivität, wirken dynamisch leidenschaftlich und temperamentvoll.
•    Starke Kontraste aus einer dunklen und einer sehr hellen Farbe vermitteln zwar Eleganz, wirken gleichzeitig aber auch distanziert, streng, mächtig und klar.
•    Besonders harmonisch wirkt ein Outfit, wenn es Ton-in-Ton ist – aber nur, solange es keine knallige Farbe enthält.

Wichtig: Ein Outfit sollte nach Möglichkeit nur eine gewisse Anzahl an unterschiedlichen Farben besitzen, hilfreich kann hierbei die sogenannte Dreier-Regel sein. Wie der Name bereits vermuten lässt, spielen hierbei lediglich drei Farbtöne die Hauptrolle. Zwar ist es keineswegs verboten, weitere Farben zu kombinieren, dafür sollte jedoch ein gutes Farbgespür vorhanden sein. Genauer kann diese Art des Kombinierens nochmals hier nachgelesen werden.

Mode als Form der Unterdrückung?

Die Macht der Mode
© Fotolia / martinkay78
Geht es um Mode, so sind die Meinungen nicht selten unterschiedlich oder sogar gänzlich gegensätzlich. Gerade dann, wenn es um heutige und vergangene Schönheitsideale und deren Umsetzung geht, so sehen viele Menschen die Mode auch kritisch. Denn immerhin drängt sie gerade der weiblichen Bevölkerung oftmals unrealistische Schönheitsideale auf. Modezeitschriften, Designerlabels und die Bekleidungsindustrie sind es, die gemeinsam für neue Kleidungsstile werben und diese etablieren – bis zum heutigen Tag hat sich die Mode dementsprechend gewandelt und teils dramatische Veränderungen durchgemacht. Während heute vor allem dünne Frauen auf den Laufstegen der Welt zu sehen sind und die Größe 34 als vermeintlicher Standard gehandhabt wird (wenngleich er doch sehr weit von der Realität entfernt ist), so waren es früher die S-Form, die Wespentaille oder ein Pariser Steiß. Auch hier übt die Mode also eine gewisse Macht auf die Konsumenten aus, indem sie bestimmte Trends diktiert, die von der breiten Masse gerne nachgeahmt werden und ein zum Teil sehr starkes Konkurrenzdenken mit sich bringen.

Ob superschlanke Models oder makellose Schauspieler, nahezu überall treffen Konsumenten auf perfekte Körper und wunderschöne Gesichter. Kein Wunder, dass immer mehr Bundesbürger sich durch das in den Medien verbreitete Schönheitsbild unter Druck gesetzt fühlen – wie die Apotheken Umschau bei einer repräsentativen Umfrage ermittelte, geht dies immerhin knapp 17,8 Prozent aller Deutschen so. Gerade für Jugendliche birgt dies Gefahren, da diese sich während ihres körperlichen und psychischen Reifungsprozess stark über Äußerlichkeiten definieren. Der Zwang zum Schönsein wird nicht nur durch die Medien, sondern auch durch viele prominente Persönlichkeiten bestärkt, die vermitteln, dass Perfektion in Bezug auf das Aussehen eine wichtige Voraussetzung für Schönheit ist. Artet der Drang hin zum Schönheitsideal womöglich aus, so können daraus bekannte Krankheiten wie Magersucht, Ess-Brech-Sucht und Depressionen resultieren. In diesem Moment zeigt die Mode – vor allem aber die Industrie dahinter – ihr weniger schönes Gesicht.

 
 

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