Wie sind Sie dazu gekommen, Taschen herzustellen und sich mit diesem vom Aussterben bedrohten Handwerk selbständig zu machen?
Schon in der Modeschule habe ich gemerkt, dass mich Accessoires mehr interessierten als Kleider. Ich habe dann angefangen, kleine Täschchen zu nähen und bin schließlich in die Lederindustrie gekommen. Der nächste große Schritt war dann die Selbständigkeit. Sie bedeutet für mich in erster Linie Kreativität und Selbstverwirklichung. So kann ich am besten mein eigenes Ding machen und bin mein eigener Chef.
Was inspiriert Sie für Ihre Kreationen?
Natürlich Modezeitschriften. Aber auch Stoffe an sich, ich halte permanent Ausschau auf Stoffmessen. Manches finde ich auch auf Flohmärkten. Eine Inspirationsquelle sind für mich außerdem Menschen auf der Straße, die schöne Sachen tragen.
Mit welchen Materialien arbeiten Sie am liebsten?
Am liebsten verwende ich hochwertiges Leder wie Kalbs- oder Anilinleder, das heißt Leder ohne Farbüberzug. Ich kombiniere Leder aber auch gern mit Printstoffen.
Richten sich Ihre Kreationen nach Trends oder saisonal?
Meine Taschen entwerfe ich schon den Jahreszeiten entsprechend. Im Sommer sind es hauptsächlich weiße oder helle, aber auch bunte Materialien. Gern verwende ich auch Floralprints. Im Winter ziehe ich eher gedeckte Farben vor. Von Trends werden meine Kreationen natürlich auch beeinflusst. Ich greife aber nur das auf, was mir persönlich gefällt und versuche damit meine eigene Vorstellung von Mode umzusetzen, ohne blind den Trends zu folgen.
Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?
Eigentlich hier, wo ich jetzt auch schon bin. Ich bin sehr zufrieden damit, was ich bis jetzt erreicht habe. Nur wünsche ich mir für die Zukunft mehr geschäftliche Kooperationen, ich würde gern auch andere Läden mit meiner Ware beliefern.