By Eve gegen die „Einheitsklamotte“

Junge Designerin auf dem Vormarsch

Das Sweatshirt mit Kapuze und Reißverschluss gehört als Basic in jeden Kleiderschrank. Das gilt zumindest für die junge Generation. Doch trotz des modischen Bewusstseins, sieht am Ende jeder Sweater gleich aus und die Individualität bleibt auf der Strecke. So empfand auch Eva Wickerath, die gelangweilt war von der Eintönigkeit, die das Angebot so genannter „Hoodies“ bot. Also peppte sie kurzerhand ihre eigenen Jacken mit Spitze, Perlen und extravagantem Innenfutter auf.

Hoodies der nächsten Generation

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So entstanden besondere Sweatshirt-Jacken, die immer wieder für Aufmerksamkeit sorgen. Aus den Ideen der heute 17-Jährigen wurde ein Jahr später die kleine, individuelle Kollektion „By Eve“. Inzwischen hat Eva ihre Modelle auf der CPD in Düsseldorf ausstellen dürfen. Wie es dazu kam und warum es ihr gerade die Hoodies angetan haben, verrät die Jungdesignerin im Interview mit WomenWeb-Redakteurin Sarah Knorr.

Interview mit Eva Wickerath

WomenWeb: Wie genau kamen Sie auf die Idee ihre eigene Kollektion zu entwerfen?

Eva Wickerath:
Das hat sich ergeben, weil ich schon einige Jahre eigene Modelle für mich entworfen und getragen habe. Besonders die Hoodies (Kapuzenjacken, Anm. der Redaktion) kamen immer sehr gut an. Vor einem Jahr habe ich dann den Entschluss gefasst, daraus eine richtige Kollektion zu gestalten.

Wann haben Sie mit dem Nähen begonnen? War das schon immer ein Hobby von Ihnen?

Ich kann gar nicht so gut nähen. Vieles habe ich mit der Hand genäht und bestickt oder mir früher von meiner Mutter nähen lassen. Seit einem Jahr bespreche ich mit einer professionellen Schneiderin, wie die Modelle aussehen sollen. Sie hat das technische Know-How und wir erarbeiten die Lösungen gemeinsam.

Hat vielleicht die Leidenschaft für Mode von der Mutter (die ja Modereporterin ist) abgefärbt?

Sicher gab es zuhause immer einen Bezug zur Mode. Aber wie so viele Mädchen habe ich schon früh angefangen Modefiguren zu zeichnen. Meine Mutter sagt, dass ich immer schon einen eigenen Kopf hatte, wenn es darum ging, was ich anziehen wollte. Ich weiß jedenfalls immer ganz genau, wie das Ganze aussehen soll.

Sie sind noch sehr jung, gerade erst 17, wie lässt sich ein anspruchsvoller und zeitaufwändiger Job wie das Modemachen mit Schule, Freunden und Weggehen vereinbaren?

In der Tat ist es zeitaufwändig. Die Schule hat natürlich Vorrang und dann versuche ich jeden Tag am meinem Projekt zu arbeiten. Vor allem die Wochenenden sind für die Kollektion reserviert. Daneben nehme ich mir bewusst Zeit für meine Freundinnen. Aber andere Schüler jobben ja auch, betreiben intensiv Sport oder haben andere Hobbys.

Was sagen Ihre Freundinnen dazu? Tragen Ihre Freundinnen Ihre Entwürfe?

Meine Freundinnen haben mich von Anfang an bestärkt. Mir auch mit Tipps, Lob und Kritik weiter geholfen. Sie tragen auch die Modelle. Mittlerweile fragen auch viele Jungs nach, wann ich denn endlich für sie Hoodies entwerfe.

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