WomenWeb: Wie genau kamen Sie auf die Idee ihre eigene Kollektion zu entwerfen?
Eva Wickerath:
Das hat sich ergeben, weil ich schon einige Jahre eigene Modelle für mich entworfen und getragen habe. Besonders die Hoodies (Kapuzenjacken, Anm. der Redaktion) kamen immer sehr gut an. Vor einem Jahr habe ich dann den Entschluss gefasst, daraus eine richtige Kollektion zu gestalten.
Wann haben Sie mit dem Nähen begonnen? War das schon immer ein Hobby von Ihnen?
Ich kann gar nicht so gut nähen. Vieles habe ich mit der Hand genäht und bestickt oder mir früher von meiner Mutter nähen lassen. Seit einem Jahr bespreche ich mit einer professionellen Schneiderin, wie die Modelle aussehen sollen. Sie hat das technische Know-How und wir erarbeiten die Lösungen gemeinsam.
Hat vielleicht die Leidenschaft für Mode von der Mutter (die ja Modereporterin ist) abgefärbt?
Sicher gab es zuhause immer einen Bezug zur Mode. Aber wie so viele Mädchen habe ich schon früh angefangen Modefiguren zu zeichnen. Meine Mutter sagt, dass ich immer schon einen eigenen Kopf hatte, wenn es darum ging, was ich anziehen wollte. Ich weiß jedenfalls immer ganz genau, wie das Ganze aussehen soll.
Sie sind noch sehr jung, gerade erst 17, wie lässt sich ein anspruchsvoller und zeitaufwändiger Job wie das Modemachen mit Schule, Freunden und Weggehen vereinbaren?
In der Tat ist es zeitaufwändig. Die Schule hat natürlich Vorrang und dann versuche ich jeden Tag am meinem Projekt zu arbeiten. Vor allem die Wochenenden sind für die Kollektion reserviert. Daneben nehme ich mir bewusst Zeit für meine Freundinnen. Aber andere Schüler jobben ja auch, betreiben intensiv Sport oder haben andere Hobbys.
Was sagen Ihre Freundinnen dazu? Tragen Ihre Freundinnen Ihre Entwürfe?
Meine Freundinnen haben mich von Anfang an bestärkt. Mir auch mit Tipps, Lob und Kritik weiter geholfen. Sie tragen auch die Modelle. Mittlerweile fragen auch viele Jungs nach, wann ich denn endlich für sie Hoodies entwerfe.