So. Die Herren verinnerlichen das – zumindest dann, wenn sie auch jenseits der 30 bei einer tollen Frau noch was reißen wollen – und hören zu. Und lernen. Und machen. Und tun. Weibliche Anatomie, weiblicher Hormonstatus, Stellungen, Reibungen, Timing, Eintrittswinkel. So mancher denkt sich, ihm würde bei all dem Zeug die Lust eh schon abhanden kommen, aber gut. Man möchte ja eine harmonische Partnerschaft bzw. man möchte als Liebhaber ja etwas gelten, also was soll’s. Weibliche Anatomie, weiblicher Hormonstatus, Stellungen, Reibungen, Timing, Eintrittswinkel.
Und dann? Was geschieht dann? Dann hat eine Frau mal keine Lust. Trotz allem! Und wird nicht so recht feucht. Und dann sagt er, ganz liebe - und verständnisvoll: „Ja Schatz, ich weiß. Das hat mit Deinem Hormonstatus zu tun, in der zweiten Zyklushälfte ist das manchmal etwas schwierig, aber wir kriegen das hin…“ und die Frau denkt sich: „Ach Du liebe Güte, was quatscht der da von Hormonen und Zyklushälften, spinnt der?“ und das letzte Restchen Lust vergeht ihr auch noch.
Ups. Was läuft denn hier nun wieder nicht richtig?? Der Mann tut, wie ihm geheißen, nur um mal wieder so richtig landen zu können bei ihr, und sie? Ist voll abgetörnt von so viel Frauenversteherei.
Weil: sowas WILL ja keine Frau! Einen Typen, der ihren Zyklus besser kennt als sie und der ihr als kleine Aufmerksamkeit zwischendurch einen Frauentee gegen Regelschmerzen aus dem Reformhaus mitbringt. Schockschwerenot! Und spätestens an diesem Punkt verliert auch der geduldigste Mann mal die Contenance und haut auf den Tisch. Und mit was? Mit Recht! Was WILL sie denn nun von mir, die Frau? Soll ich sie denn nun verstehen und ihre Bedürfnisse finden, kennen und befriedigen oder soll es doch lieber der gute alte Macho sein, der raufhupft und sich abholt, was sein ist?