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Forderungen an den modernen Mann

“I have the pussy – I make the rules”

Frauenversteher contra Macho

Was Frauen wollen
© Coka/Shutterstock.com
Liebe Frauen: Ihr habt Euch den Frauenversteher rangezüchtet, nun lebt auch mit ihm. So möchte man ausrufen. Aber nein. Schon werden wieder hinter vorgehaltener Hand die Träume vom echten KERL ausgetauscht, der im Bett ein wildes Tier ist. Gierig und egoistisch. Nur dann kann eine Frau sich ganz als Frau fühlen. Weil? Ja, weil das mit dem Frauenexperten im Bett nämlich auch anstrengend ist. Der WEISS alles über die weibliche Lust, der drückt gezielt die Knöpfe und der erwartet dann nämlich auch, dass etwas passiert! Der will ihn als Frucht seiner ganzen Arbeit dann nämlich auch präsentiert bekommen, den weiblichen Orgasmus. Und schon werden die ersten Proteste laut auf weiblicher Seite, man fühle sich ja so unter Druck gesetzt. Man MÜSSE ja jetzt gefälligst auch kommen im Bett und nein, SO ginge das ja nun auch nicht. Eine Frau dürfe ja schließlich auch mal NICHT kommen. Weil ja Inkonsequenz eine der weiblichsten aller weiblichen Eigenschaften ist. Jawohl.

Ganz ehrlich? Wir können die Männer verstehen, die spätestens an diesem Punkt einen akuten Drehschwindel bekommen und entnervt auf Handbetrieb umschalten. Weil, da weiß man wenigstens noch wie der Hase läuft.

Es gibt gar schon Männer, wir haben darüber im Forum gelesen, die im Gegenzug so etwas wie eine Rückbesinnung auf den männlichen Orgasmus fordern! Die sich diskriminiert und nicht beachtet fühlen im Bett. Die sich beschweren, dass die Damen immerzu in Erwartungshaltung gehen, hier befingert und da bestreichelt werden wollen und dass vom Manne ja einfach so ERWARTET würde, dass er schon von selbst seinen Lustpegel erreichen würde. Das wäre ungerecht, die Frau würde sich bedienen lassen und beim Manne einen Selbstgänger voraussetzen. Da stellen wir uns nun Damen vor, die sich quasi innerlich auf ihre Hände setzen und mantramäßig vor sich hinmurmeln „Nein, ich darf ihm jetzt nicht sein Ding streicheln, sonst kommt er, bevor ICH komme und DAS geht ja nun mal gar nicht…“
Nun ja, eine Dauerlösung ist das alles jedenfalls nicht. Erstens, weil es ziemlich verkrampft klingt und verkrampft ist im Bett ja per se schon mal ganz schlecht. Man möchte doch zusammenfinden im Bett. Und man möchte es schön haben. Und man möchte es genießen. Es sollte nicht „bemüht“ wirken, weder auf der einen, noch auf der anderen Seite. Wo bleiben denn da die Leichtfüßigkeit und der Genuss?


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