Was wissen wir Frauen eigentlich über die Ursprünge unserer Lust und Sexualität. Nicht viel scheint es, sonst wäre unser Selbstverständnis ein anderes. Miriam Pobitzer zeichnet in ihrem Buch die Wege und die Entwicklung weiblicher Sexualität nach – immer im Kontext gesellschaftlicher Entwicklungen. Auf den ersten Blick mag das nach einem langweiligen Geschichtsbuch klingen, aber das ist es ganz und gar nicht! Vielmehr werden die Ursachen und Hintergründe unseres heutigen Lustdilemmas sichtbar. Und: Vorsichtig zeigt Miriam Pobitzer auf, in welche Richtung sich das Bild weiblicher Sexualität in Zukunft entwickeln kann. In diesem Zusammenhang sei es wichtig, „die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen, diese kommunizieren zu lernen und sich selbst Raum zu geben. Auch in einer langjährigen Partnerschaft kann Sexualität für beide die reinste Erfüllung sein.“ so Miriam Pobitzer in einem Interview mit Christine Losso.
Fazit: Dieses Buch ist eine Überraschung. Spannend und keineswegs altbacken geschrieben, vermittelt es einen lebendigen Eindruck von der weiblichen Lust in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.(zk)