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Sexsucht

Besessen vom Sex?

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Gibt es sie wirklich, die Sucht nach Sex? Dass man keinen klaren Gedanken mehr fassen kann, wenn man nicht unmittelbar dem Verlangen nachgeht? Steve McQueen greift in seinem aktuellen Film "Shame" das Thema der sexuellen Obsession auf und gibt eine Ahnung davon, was passiert, wenn wir unsere Süchte und Bedürfnisse nicht ausleben. Ob die Sucht nach Sex jedoch eine Krankheit ist, bleibt fraglich. WomenWeb hat das Thema Sexsucht einmal genauer unter die Lupe genommen.

Sexsucht - Besessen von Sex
© Shutterstock/James Blinn

Von Fessel- bis Folterspiele, Sex-Clubs und Orgien mit gleichgeschlechtlichen Partnern: Sexsucht hat viele Gesichter. Und wird sie nicht auf irgendeine Art und Weise ausgelebt, kann das fatale Folgen haben.

Zumindest reflektiert das der aktuelle Streifen von Steve McQueen. Im Moment der Eskalation beschließt die Hauptfigur Brandon (Michael Fassbender), sich vom ganzen pornographischen Müll zu befreien, der sich allmählich auf der Festplatte des Rechners und in seinen Schränken angesammelt hat. Sämtliche Sextoys und Porno-Hefte verschwinden. Für einen Moment scheint Brandon erlöst. Doch der Schein der Sorglosigkeit trügt rasch. Ein Date mit einer potentiellen Freundin vermasselt er. Kurze Zeit später vögelt er mit einer Prostituierten, begrapscht ein Mädchen in aller Öffentlichkeit und landet schließlich in einem Swinger-Club für Schwule - und alles in einer Nacht. Heftige Vorkommnisse, für manchen, bittere Realität.

Nymphomanie bei Männern und Frauen

Sexsucht ist keine Fiktion, die nur in Büchern oder auf der Leinwand stattfindet. Es gibt sie: Menschen, die von Beziehung zu Beziehung, Partner zu Partner und One-Night-Stand zu One-Night-Stand springen, immer auf der Suche nach dem sexuellen Kick und vor allem der Befriedigung, ohne jedoch wirklich eine absolute Sättigung oder Zufriedenheit zu erreichen.

Die Problematik: Jemand, der nur das Eine will, lässt sich zwischenmenschlich nicht auf seinen Gegenüber ein. Sobald Frau oder Mann nicht das bekommen, was sie sich in erotischer Hinsicht wünschen, lassen sie den Partner fallen. Und das Spiel beginnt von vorn.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass es sich bei Sexsucht um eine psychische Störung handelt, die durch frühkindliche Traumata, seelische Probleme evoziert wird. Die Krux dieser Anomalie liegt darin, dass sich die Sexsucht mit zunehmendem Alter intensivieren kann und dadurch Persönlichkeitsveränderungen sowie gesundheitliche Beeinträchtigungen folgen können.

Sexsüchtig oder normal? Gibt es da einen Unterschied?

Sexsucht - Besessen von Sex
© Shutterstock/Bliznetsov
Einen Unterschied zwischen sexsüchtig und normal gibt es, wenngleich die Grenzen verschwimmen. Viele extrovertierte Frauen, die gerne die Initiative beim Flirten oder Kennenlernen ergreifen, werden schnell als Nymphomaninnen oder Schlampen abgestempelt. Dabei sind jene Ladies weder besessen vom Sex, noch Schlampen, sondern einfach nur selbstbewusst und modern.

Bei Menschen mit gesteigerter Libido hingegen ist der Partner-Verschleiß tatsächlich relativ hoch und wird vom Trieb determiniert.

Die Situation erinnert an ein Hamsterrad: Jemand, der sexsüchtig ist, richtet sein Leben danach aus, endlich sexuelle Befriedigung zu erlangen. Diese erreicht der Betroffene aber nur selten oder kurzzeitig. Und darin spiegelt sich der feine aber kleine Unterschied zum normalen Bedürfnis nach Sex. Während ein "normaler" Mensch die sogenannte Satisfaktion erreichen kann, bleibt sie dem Sexsüchtigen verwehrt.

Können sich sexsüchtige Männer und Frauen binden?

Sexsucht - Besessen von Sex
© Shutterstock/Vgstudio
Signifikant für sexsüchtige Männer und Frauen ist die Isolation - trotz der verhältnismäßig hohen sexuellen Kontakte. Eine zwischenmenschliche Beziehung zum Geschlechtspartner wird selten aufgebaut. Jemand der zwanghaft auf der Suche nach Befriedigung ist, interessiert sich in erster Linie für die Erotik im Bett, und nicht für das innere Wesen seines Gegenübers.

Ist die Sexsucht wirklich so stark, dass Betroffene ihren normalen Alltag nicht mehr bewältigen können und eine Beziehung unmöglich ist, sollten sie ernsthaft über den Weg der Psychotherapie nachdenken. Hier können Menschen mit Nymphomanie traumatische Erlebnisse resp. die Ursachen ihrer Krankheit gezielt aufarbeiten und dadurch lernen, besser mit ihrem "Zwang" umzugehen, aber auch ihre Mitmenschen anzunehmen. Durch die professionelle Unterstützung bekommen Sexsüchtige wieder einen Zugang zu sich selbst und können dadurch auch "gesündere" Beziehungen zu ihren Mitmenschen leben und soziale Netzwerk pflegen. Ebenso profitieren Angehörige von Sexsüchtigen von einer Psychotherapie.

Sie wissen nicht, ob Sie sexsüchtig sind? Wenn Sie sich unsicher sind, aber ein ausgeprägt starkes Verlangen nach Sex verspüren und geringes Interesse an emotionalen Bindungen haben, können Sie sich ebenfalls von einem Spezialisten beraten lassen und so herausfinden, ob Sie wirklich sexsüchtig oder ganz normal lustvoll sind.
 
 

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Unbekannter Gast  am 12.07.2015 22:15

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Unbekannter Gast  am 15.06.2013 13:41

Hallo die Damen....

..... bei "MeineBegleitung.de" ....einfach mal Anthony aus Frankfurt in der Herrengalerie besuchen / buchen ;-) ! Ich freue mich auf ein Date mit einer netten und niveauvollen Dame!!!

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