Die "neue" Pille danach, die als Wirkstoff nur ein Gestagen enthält, zeichnet sich im Vergleich zum alten Präparat "Tetragynon®" durch ihre gute Verträglichkeit aus. Die neue Wirkstoffzusammensetzung und die damit verbundene Verminderung der Nebenwirkungen haben in anderen EU-Ländern – wie Finnland, Frankreich, Belgien, Dänemark und der Nierderlande – dazu geführt, dass die Rezeptpflicht für die Pille danach abgeschafft wurde. Somit ist sie dort für Frauen schnell und einfach zugänglich. Statistiken zufolge ist seit der Abschaffung der Rezeptpflicht der Abverkauf der Pille danach gestiegen. Hierzulande noch bestehende Hemmschwellen wurden demzufolge in den Nachbarländern erfolgreich abgebaut: Oftmals trauen sich junge Frauen nicht, dem Arzt gegenüber einen Fehler bzw. eine Panne einzugestehen. Es ist ihnen peinlich oder sie haben Angst als verantwortungslos und unreif zu gelten. Andererseits gibt es Defizite in der Aufklärung: Einige Frauen befürchten Unfruchtbarkeit oder Lustlosigkeit als Folge der Pille danach oder verwechseln die sie mit der Abtreibungspille "Mifegyne®".