Begründet wurde das moderne Reiki erst Ende des 19. Jh. durch den Japaner Dr. Mikao Usui, einem christlichen Priester und Sprachwissenschaftler. Durch theoretische Studien antiker Schriften und schließlich durch lange Kontemplation mit einer mystischen Erfahrung „erfuhr“ Usui das Geheimnis der Heilgabe Buddhas oder Christi.
Seine erfolgreichen Heilungen führten bald Schüler vor allem aus Japan und Hawaii zu ihm, und über Hawaii und die USA verbreitete sich Reiki ab den 70er Jahren auch in der westlichen Welt.
Reiki wird allerdings weniger als Technik gelehrt – die spezifischen Handpositionen sind simpel – sondern ist eine regelrechte Einweihungslehre, die primär drei Grade umfasst.
Für den 1. Grad ist eine Einweihung durch einen Meister notwendig, die eine mehrtägige meditative Einstimmung, Schulung, Kraftübertragungen und Öffnung für den Fluss der kosmischen Energie beinhaltet.
Der 2. Grad verleiht okuden, tieferes Wissen, und lehrt den Gebrauch von bestimmten Mantras und Symbolen, die nicht nur verstärkend wirken, sondern auch Heilung über größere Distanz erlauben sollen. Außerdem soll diese weitere Einweihung vor allem die Fähigkeit zur mentalen Heilung geben, die psychische Probleme und gestörte Verhaltensweisen angeht.
Der 3. Grad schließlich ist der Meister- oder Lehrergrad, der die Einweihung neuer Schüler erlaubt.