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Yoga

Yoga für jeden

Yoga mit Anna Trökes
© Kunstschützen
WW: Wie kamen Sie persönlich zu Yoga?

AT: Vor über 30 Jahren, in der Folge einer schweren Rückenverletzung und chronischen Schmerzerfahrung. Mit Hilfe der Methoden des Yoga war es mir möglich, die Drohung, mein Leben im Rollstuhl zu beenden, abzuwenden. Außerdem habe ich gemerkt, dass die Yogapraxis viele ausgezeichnete hochwirksame Übungen gegen Depressionen, Ängste und tief sitzende Unsicherheit bereit hält. So begann ich mit hoher Motivation mit den Mitteln des Yoga an mir zu arbeiten und konnte viele Probleme hinter mir lassen.

WW: Für wen ist Yoga geeignet?

AT: Für jeden Menschen, denn der Yoga bietet unendlich viele Zugänge. Man kann ihn körperorientiert üben oder die geistige Arbeit in den Mittelpunkt stellen. Der Yoga kann als Verhaltenstherapie im Sinne einer Neustrukturierung des Geistes verstanden werden. Für andere Menschen ist es ein Weg, sich zu öffnen und einen Zugang zu ihren Gefühlen zu finden. Dies kann zum Beispiel über das Singen und Tönen – den Mantra-Yoga geschehen. Viele Menschen berichten, dass ihre Yogapraxis ihnen wieder die Tür zu einem spirituellen Erleben öffnet und sie darin unterstützt, ihren Mitmenschen und der Welt ihr Herz zu öffnen.
Jeder kann Yoga üben, da er als ganzheitliches System unendlich viele Übungsmöglichkeiten bereithält. Zudem sind diese unabhängig von Alter, Beweglichkeit oder Bildung.

WW: Gibt es auch Menschen (z.B. mit gesundheitlichen Problemen), denen Sie von Yoga abraten würden?

AT: Nein! Ich würde jedoch raten, dass Menschen mit schweren gesundheitlichen Störungen, wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nervenleiden, Neigung zu Psychosen, etc., ausschließlich unter ärztlicher Aufsicht üben sollten. Ansonsten ist es Menschen mit gesundheitlichen Störungen zu empfehlen vor allem darauf zu achten, in einer Gruppe zu üben oder Einzelunterricht, bei einem/einer möglichst gut ausgebildeten YogalehrerIn, zu nehmen.

WW: Unter welchen Bedingungen kann ich mit Yoga Stress abbauen?

AT: Das hängt davon ab, was der Stress mit mir macht. Wenn mich der Stress lähmt, ist es gut zu lernen, ihn über rhythmische Bewegung abzubauen. Wenn er mich unruhig und nervös macht, brauche ich dagegen eine Übungspraxis, die mich stabilisiert und mir wieder das Gefühl vermittelt, Boden unter den Füßen zu haben.
Grundsätzlich kann jeder Mensch lernen, mit gezielter Atemführung bzw. den Atemübungen, den Stress abzubauen. In fortgeschrittenen Stadien der Yogapraxis sind auch gezielte Gedankenlenkungen und Visualisierungen sehr hilfreich.

WW: Hatha-Yoga, Kundalini-Yoga, Iyengar-Yoga, Power-Yoga, Lach-Yoga und und und. Es gibt zahlreichende Yoga-Arten. Wie finde ich die richtige für mich?

AT: Indem ich verschiedene Stile ausprobiere! Fragen Sie nach Probestunden, bzw. gehen Sie einige Monate zu den verschiedenen Yoga-Klassen, deren Ankündigungen sie im Vorfeld ansprechen. Wechseln Sie nicht zu schnell und zu oft. Hören Sie in sich hinein, um herauszufinden, welcher Yogastil sie wirklich fördert und ihnen hilft, klarer und friedvoller zu werden. Nicht alles, was einfach nur gut tut, ist auch wirklich hilfreich. Oft verstärkt ein Yogastil, der uns vordergründig gefällt, nur unsere inneren Muster und unterstützt dadurch nicht unser inneres Wachstum!
Kommentar
 
unbekannter Gast
23.07.2011 18:05

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