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Unheilig im Interview

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Seine Musik geht unter die Haut, seine Lyrics treffen mitten ins Herz. Dabei bewegen sich seine Songs zwischen Melancholie und Hoffnung.

Unheilig: "Inspiration, war schon immer das Leben"

WomenWeb: In 2010 hielt sich das Album "Große Freiheit" wochenlang auf Platz 1 in den Albumcharts und verdrängte sogar Herbert Grönemeyer von der Chartspitze. 2011 hast Du den Echo abgeräumt und in diesem Jahr können wir Dich auf Deinem neuen Album zusammen mit Xavier Naidoo und Andreas Bourani hören. Erinnerst Du Dich bei all dem Erfolg noch an deinen ersten Auftritt?
Natürlich. Da war ich das einzige Mal in meinem Leben vor einem Auftritt nicht nervös. Aber als der Auftritt vorbei war, fingen meine Beine an zu zittern, plötzlich habe ich realisiert, was ich da gerade gemacht habe. Seitdem habe ich vor jedem Auftritt tierisches Lampenfieber. Kurz bevor ich die Bühne betrete, möchte ich am liebsten weglaufen. Aber wenn man dann auf die Bühne kommt und die ersten Sekunden eingeatmet hat, die Leute klatschen, dann ist das Lampenfieber weg. Dann verwandelt sich die Nervosität in Euphorie, das ist unbeschreiblich. Es ist keine Routine auf der Bühne und das ist gut. Denn wenn man als Künstler auf der Bühne kein Lampenfieber mehr hat, dann glaube ich, sollte man aufhören.

Wie bist Du eigentlich zur Musik gekommen – Dein erstes Instrument war angeblich eine Heimorgel, gibt es die noch?

Die Heimorgel! (lacht) Die gibt es leider nicht mehr, die musste gehen, für den Synthesizer. Darüber habe ich mich ehrlich gesagt ein bisschen geärgert. Als Kind musste ich extrem stottern und habe von daher alles ausprobiert, was nichts mit dem Reden zu tun hatte. Ich habe viel Sport gemacht, viel gezeichnet – eben alles bei dem ich nicht sprechen musste. Und dann wollte ich irgendwann ein Instrument lernen: das erste war die Heimorgel. Ich habe auch tatsächlich zwei Jahre Orgel-Unterricht genommen, aber danach den Lehrer in die Wüste geschickt und mir den Rest selber beigebracht.

Woher nimmst Du die Inspiration für Deine Songs?
Inspiration, war für mich schon immer das Leben, alles, was um mich herum passiert. Mein Lebenselixier ist der Anspruch zu schauen, was das Leben so alles bietet. Man sollte immer neugierig sein auf das, was noch kommt. Ich bin ein Mensch, der sich nicht vor den Dingen verschließt, die vor einem stehen. Ich möchte gerne leben, die Erfahrung in mich aufsaugen.

Seit dem Debüt von Phosphor in 2001 hat sich Deine Musik hörbar  verändert: von Pop und Synthie-Klängen bist Du nun bei gefühlvollen Balladen gelandet. Hast Du selbst den Eindruck, dass Du musikalisch gereift bist?

Phosphor war völlig chaotisch, da wusste man noch gar nicht wohin die Reise geht. Es gab Querelen mit der Plattenfirma, den Produzenten. Jetzt ist vieles einfacher, weil man natürlich auch eine große Menge Erfahrungen gesammelt hat. Die Songs auf dem jetzigen Album sind reifer, auch ich bin erwachsener geworden. Was ich besonders in den letzten Jahren gelernt habe ist, dass man Mut zu seinen Gefühlen haben kann, dass man ohne weiteres seine Emotionen zeigen kann. Früher habe ich versucht, das zu verstecken, zu verschlüsseln in den einzelnen Texten. Wenn mir heute danach ist, meine Emotion zu zeigen oder in Liedern auszudrücken, dann tue ich das, habe ich keine Hemmungen. Das kann man aber auch nur lernen, wenn man positive Erfahrungen damit macht.

 
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Unbekannter Gast  am 05.11.2012 01:13

Hey Abou,

das Lied -So wie Du warst- hat ÜBERHAUPT NIX mit sterben zu tun!!! Hör Dir lieber erstmal den Grafen an, warum er das Lied geschrieben hat, bevor Du so einen Müll erzählst.
Das ist NICHT Teil 3 von -An Deiner Seite- und -Geboren um zu leben-!

Also erst richtig recherchieren und dann den Mund auf machen!!!

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