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Zahnersatz

Brücke? Implantat? Oder doch Prothese?

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Ob auf Grund einer Nichtanlage, einem Unfall oder zu wenig Pflege, Zahnersatz wird immer mehr zum Thema unserer Gesellschaft. Mit der sich immer weiterentwickelnden Medizin, bietet sich ein riesiges Spektrum an Möglichkeiten, eine Zahnlücke zu schließen. Einige verlieren da schon mal den Überblick. Für welche Art von Zahnersatz soll man sich also entscheiden? Dr. Ingo Dantzer, Facharzt für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und Leiter der Klinik am Weserbogen in Nienburg, gibt Rat.

Zahnersatz
© Kurhan/ shutterstock.com

Was bieten Prothesen und Brücken?

Bei Prothesen handelt es sich um herausnehmbaren Zahnersatz, der auf dem Zahnfleisch aufliegt. „Halt findet eine Vollprothese durch Saugdruck, der an Ober- und Unterkieferflächen entsteht“, bemerkt Dr. Dantzer und betont: „Eine genaue Anpassung ist besonders wichtig, damit die Prothese im Mund später nicht wackelt oder Druck- und Scheuerstellen hervorruft.“ Auch Teilprothesen gibt es als herausnehmbare Variante. Hier unterscheiden Zahnärzte zwischen Übergangslösungen mit Klammern und einer Teilprothese mit Metallgerüst, das auf dem gesamten Kiefer aufbaut.

Fester Zahnersatz, wie eine Brücke, bleibt stets im Mund und findet Halt an vorhandenen Zähnen. Dafür muss der Mediziner allerdings gesunde Zahnsubstanz der umliegenden Zähne abtragen. Eine herausnehmbare Ausnahme bildet eine Brücke mit Teleskopkrone.

Warum ein Implantat?

Bei Implantaten handelt es sich um künstliche Zahnwurzeln und der dazugehörigen Krone. Sie kommen den echten Zähnen in puncto Funktion und Ästhetik am nächsten und schränken weder beim Sprechen, Essen oder bewegungsstarken Aktivitäten ein. Implantate erscheinen auf den ersten Blick recht teuer. Da sie aber im Gegensatz zu herkömmlichem Zahnersatz in der Regel ein Leben lang halten und die vorhandenen Zähne schonen, amortisiert sich die Investition recht schnell.

Fest in den Kieferknochen eingesetzt, ermöglichen unterschiedliche Längen und Breiten eine exakte Anpassung an die individuelle Situation. Umliegende Zähne betrifft die Behandlung nicht. Natürliche Belastungen bleiben im Kiefer erhalten und verhindern somit Knochenabbau. Im Normalfall bestehen Implantate aus Titan, da es als besonders verträglich gilt und keine unmittelbaren Allergien auslöst.

Große Lücke, was nun?

Zahnersatz
© Diego/ shutterstock.com
Neben dem Einsatz eines einzelnen, fehlenden Zahns besteht ebenfalls die Möglichkeit, mit Implantaten größere Lücken zu füllen. „Patienten können dabei zwischen verschiedenen Varianten wählen. So gibt es die Möglichkeit einer Implantatlösung, bei der wir jeden einzelnen Zahn durch ein Implantat ersetzen, sowie  auch eine Kombination aus einem festen und einem herausnehmbaren Bestandteil“, sagt Dr. Dantzer und fährt schließlich fort: „Implantate dienen bei letzterer Methode als Pfeiler für Brücken oder Prothesen.“ Falls seine Patienten bereits eine Brücke oder Prothese besitzen, passt Dr. Dantzer diese dann entsprechend an.

Eingesetzte Brücken oder Prothesen bekommen festen Halt, ohne dabei gesunde Zähne zu beanspruchen. Dr. Dantzer bemerkt abschließend: „In jedem Fall sollten Betroffene vor ihrer Entscheidung ein intensives Beratungsgespräch mit dem behandelnden Facharzt führen und dabei alle Aspekte, sowohl gesundheitlich als auch finanziell, klären.“
 
 

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