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Ratgeber für alleinerziehende Mütter

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Anerkennung und Hilfe

Was sollte, Ihrer Meinung nach, die Politik tun, um Alleinerziehenden das Leben etwas leichter zu machen? Und wie kann jeder Einzelne von uns Unterstützung bieten?

Lili Stollowsky:
Die Politik sollte erstmal anerkennen, dass es fast fünf Millionen Alleinerziehende hier in Deutschland gibt und dass das nicht alles "Sozialhilfeschlampen" sind, sondern meistens kluge, mutige und fleißige Frauen. Mein Sohn traf letztens eine Frau, die Mathematik studiert hat, aber wegen ihres 5-jährigen Sohnes als alleinerziehende Mutter arbeitslos ist und nun von Hartz IV lebt. Politische Entscheidungen könnten sein: Steuererleichterungen, absolute Gleichstellung mit vollständigen Familien in steuerlicher Hinsicht, mehr für die Anerkennung und den Respekt tun, Alleinerziehen als normale Familiensituation anerkennen.
Wünschenswert wäre auch eine Hilfestellung bei der Wohnraumsuche, Vermieter verhalten sich gegenüber Alleinerziehenden oft sehr negativ.

Der Einzelne könnte dem Alleinerziehenden zum Beispiel einfach mal die Kinder für einen Nachmittag abnehmen und mit ihnen in den Zoo gehen oder der alleinerziehenden Freundin im Haushalt zur Hand gehen.
Mir wurde oft gesagt: "Toll, wie Du das so allein schaffst mit den Kindern, der Arbeit, dem Haushalt usw.. Das könnte ich nie, das würde ich nie schaffen". Aber mal mit meinen Kindern in den Zoo gegangen (und mir damit einen Nachmittag zum Ausruhen ermöglicht) ist keiner. Reden hilft nicht, konkrete Alltagshilfe hilft!


Wo können Alleinerziehende Hilfe finden? Bieten offizielle und staatliche Stellen Hilfe an? Gibt es gute Internetseiten zu diesem Thema?

Lili Stollowsky:
Hilfe gibt es zuerst beim VAMV (Verband alleinerziehender Mütter und Väter). Auch im Internet gibt mittlerweile eine Menge Foren und Unterstützung. Es gibt Hilfen, auch offizieller und staatlicherseits: z.B. Caritas, Mutter-Kind-Stiftungen, Rotes Kreuz, in den Städten und Gemeinden usw. Man muss nur aufpassen, nicht wieder dadurch in so eine "stigmatisierte Rolle" zu kommen oder gedrängt zu werden.


 
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