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Eisenmangel bei Kindern erkennen und vorbeugen

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Deutschland im Diätwahn

Um ihren Idolen äußerlich möglichst nahe zu kommen, tun sie fast alles: Junge Kinder und Jugendliche hungern, um einem bestimmten Schönheitsideal zu entsprechen. Etwa die Hälfte aller 10-jährigen Mädchen und ein Drittel der gleichaltrigen Jungen hat schon einmal eine Diät gemacht, 20% der Mädchen, die untergewichtig sind, halten sich immer noch für zu dick. Kein Wunder, wenn Jeansgröße 0 der Maßstab ist.

Die Entwicklung wird beeinträchtigt


Doch der Schlankheitswahn kann für die seelische und körperliche Entwicklung schlimme Folgen haben: Die ständigen Sorgen um das Körpergewicht können Essstörungen, Magersucht und Bulimie hervorrufen. Darüber hinaus verzögert die Unterversorgung mit wichtigen Nährstoffen und Spurenelementen, wie beispielsweise Eisen, die körperliche und geistige Entwicklung. Auch Konzentrationsschwäche, Haarausfall und zu niedriger Blutdruck können die Folge sein.

Doppeltes Risiko in der Pubertät

Gerade Jugendliche in der Pubertät, und vor allem Mädchen, zählen ohnehin schon zu den Risikogruppen für einen Eisenmangel. Eine einseitige Diät kann die Eisenspeicher noch zusätzlich leeren, was leicht zu einem Eisenmangel, oder sogar zu einer Anämie (Blutarmut) führt: Man fühlt sich ständig schlapp und müde, die Konzentration lässt nach und Kopfschmerzen und Herzklopfen treten auf.

Wichtig: Bei den ersten Anzeichen zum Arzt


Daher ist es besonders für diese Risikogruppen wichtig, bei den ersten Anzeichen für einen Eisenmangel einen Arzt aufzusuchen. Dieser kann durch eine Blutuntersuchung einen Mangel feststellen und gegebenenfalls ein geeignetes Präparat mit zweiwertigem Eisen empfehlen (z. B. ferro sanol, Apotheke). Die Kosten werden bei durch Eisenmangel bedingter Blutarmut weiterhin von der Krankenkasse erstattet.

Sind Mädchen wirklich schlechter in Mathe?

Eisenmangel
© Cheryl Casey/Shutterstock.com
Mathematik und andere naturwissenschaftliche Fächer galten schon immer als „Jungen-Fächer“. Mädchen hätten zunehmend Probleme mit logischem Denken und Konzentration, heißt es aus Lehrkreisen. Doch was könnte die Ursache sein?

In einer aktuellen Studie untersuchten amerikanische Wissenschaftler bei 5.396 Schulkindern zwischen 6 und 16 Jahren die Fähigkeiten in Mathematik, Lesen und verbalem Ausdruck. Das Ergebnis: Die Kinder mit einem normalen Eisenstatus schnitten in allen Tests deutlich besser ab, als die Kinder mit einem Eisenmangel. Kinder, die bereits eine Anämie entwickelt hatten, waren am schwächsten. Mädchen zwischen 12 und 16 Jahren waren am häufigsten von einem Mangel betroffen und zeigten doppelt so häufig unterdurchschnittliche Leistungen.

Schlechter in Mathe durch Mangelerscheinung?


Die Leiterin der Studie verwies auf vorangegangene Studien, in denen Mädchen in der Grund- und Mittelschule ein besseres Mathematikverständnis als Jungen gezeigt hatten. Dieser Trend würde sich erst in den höheren Schulen umkehren. Die Forscherin nimmt an, dass der häufige Eisenmangel bei Mädchen in diesem Alter zu diesem Geschlechterunterschied beiträgt. Dieser ist nicht nur auf das Wachstum, sondern vor allem auf die beginnende Menstruation zurückzuführen.

Diagnose kommt oft zu spät

Gerade bei der Risikogruppe der heranwachsenden Mädchen sollte bei den ersten Anzeichen eines Eisenmangels ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann durch einen Bluttest einen möglichen Mangel feststellen und ein geeignetes Präparat mit zweiwertigem Eisen empfehlen.
 
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Unbekannter Gast  am 25.09.2015 17:20

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