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Geistig und motorisch auf der Höhe

Was das Kind in der Grundschulzeit für´s Leben prägt

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Schultüte in der Hand und den Rucksack mit dem neuen farbenfrohen Stifte-Etui und der Butterbrotdose auf dem Rücken geschnallt: Die Einschulung ist für Kind und Eltern gleichermaßen aufregend. Denn der Weg in die Schule prägt nicht nur das Wissen des Kindes, sondern zudem seine psychische und körperliche Entwicklung. Doch wie verläuft diese Entwicklung und wie können Sie Ihr Kind bei der Bildung seines Selbst-, Bewegungs- und Ernährungskonzepts unterstützen?

Körperlicher und geistiger Entwicklungsstand im Grundschulalter

Was das Kind in der Grundschulzeit für´s Leben prägt
Nicht nur die Schultüte gehört zum Schulanfang dazu. Das Kind fängt an, sich selbst zu finden und mit Gleichaltrigen zu vergleichen.
©Blacky/ Fotolia.com
Vor Jahrzehnten waren einige Forscher noch der Meinung, dass es in der Grundschulzeit zu einer Stagnation der Entwicklung kommt und sich erst wieder im Jugendalter Veränderungen an Körper und Geist zeigen. Jedoch ist dem nicht mehr so, denn der Eintritt in die Schule stellt für Jungen und Mädchen gleichermaßen eine Herausforderung dar. Leistung wird gefordert und Kinder werden von Erfolgen sowie Misserfolgen geprägt.

Die Physis: Wachstum in Höhe und Breite


Nach der Vorschulzeit schreitet die körperliche Entwicklung meist langsamer voran und das Kind setzt sich vermehrt mit seiner Motorik auseinander. Jedoch machen Jungen und Mädchen auch einige körperliche Veränderungen im Grundschulalter durch, die sie zudem in ihrer Motorik prägen.

Entwicklung von Körpergröße und Gewicht bei Jungen und Mädchen

Bis zum Alter von acht Jahren sind Jungen in der Regel durchschnittlich größer als gleichaltrige Mädchen. Jungen und Mädchen wachsen pro Jahr etwa sechs Zentimeter und legen jährlich etwa zwischen 2 und 3,5 Kilogramm Gewicht zu. Obwohl Wachstum und Gewichtszunahme durchaus relativ ähnlich verlaufen, sind dennoch individuelle Unterschiede zwischen dem eigenen Kind und Klassenkameraden festzustellen. Oft besteht der Unterschied im Körperumfang, denn gerade beim Einstieg in die Grundschule nehmen Kinder vermehrt zu – und zwar meist in einem ungesunden Maß. Besonders das erste Schuljahr hat oft einen großen Einfluss auf die Gewichtsentwicklung, so dass Kinder im Alter von acht Jahren häufig übergewichtig sind. Übergewicht liegt vor, wenn Ihr Kind das Normalgewicht des Altersdurchschnitts um etwa 20 Prozent überschreitet. Die Gründe für die Gewichtszunahme können verschiedener Natur sein. Sie reichen von Überforderung und falscher Ernährung bis hin zu wenig Bewegung und dem zunächst ungewohnt langen Sitzen. Was den Einfluss des Sitzens angeht, zeigt eine amerikanische Studie zur Gewichtszunahme im Grundschulalter, dass Schüler, die über einen längeren Zeitraum an Stehpodesten lernen, einen geringeren Anstieg beim Body-Mass-Index zeigen. Jedoch fehlen noch ausführliche Untersuchungen, die das Vermeiden von Übergewicht durch das Lernen im Stehen belegen. Da das Lernen aber überwiegend im Sitzen stattfindet, ist in jedem Fall auf die ergonomische Ausrichtung des Arbeitsplatzes zu achten.

Neben der körperlichen Entwicklung in Höhe oder Breite, die im Gegensatz zum Vorschulalter doch vergleichsweise langsam abläuft, bildet das Kind seine motorischen Fähigkeiten aus. Während Ihr Kind im Vorschulalter bereits hüpfen, springen und klettern kann, kommt in der Grundschule das Erlernen folgender motorische Fähigkeiten hinzu: Den Ball mit dem Fuß stoßen, das Werfen oder das Fangen. Die Motorik wird in der Grundschulzeit vor allem durch sportliche Aktivitäten, oder auch das Halten und Führen von Stiften über das Zeichen- und Matheheft geschult.

Die Psyche: Wer bin ich und was kann ich?

Was das Kind in der Grundschulzeit für´s Leben prägt
In der Grundschulzeit versuchen sich Kinder ihr Selbstkonzept unabhängig von den Eltern zu bilden.
©Zlatan Durakovic/ Fotolia.com
In der Schule trifft das Kind auf Gleichaltrige, mit denen es sich im Gegensatz zur Kindergartenzeit zum ersten Mal bewusst vergleicht und zwar auf geistiger und auf körperlicher Ebene: „Paul hat eine viel bessere Mathematiknote als ich.“ Oder „Ich würde auch gerne so schnell laufen können wie Jessica.“ Während Kinder im Vorschulalter durchaus in der Lage sind sich und andere Menschen mit Eigenschaften zu beschreiben, kommen im Grundschulalter psychologische Begriffe bei der Selbstbeschreibung hinzu. Das Kind entwickelt ein eigenes Selbstkonzept, reflektiert andere Handlungsweisen bewusst und versucht diese einzuordnen. Das Kind festigt sich psychisch, erfindet sich losgelöst von der Familie und nimmt Geschlechterrollen bewusst wahr.

Das eigene „Ich“: Realistische Selbstwahrnehmung

In der Grundschule kann das Kind im Gegensatz zum Vorschulalter seine Fähigkeiten, charakterlichen Merkmale und Gefühle realistisch und verständlich beschreiben. Zudem können Kinder sich und ihre Handlungsweisen selbst wahrnehmen oder ihre Beliebtheit bei Gleichaltrigen einschätzen. Ihr Kind entwickelt ein Selbstkonzept, das vor allem für das Selbstwertgefühl eine wichtige Rolle spielt. Das Selbstkonzept setzt sich wie folgt zusammen:
Was das Kind in der Grundschulzeit für´s Leben prägt
Zudem muss und sollte Ihr Kind lernen, mit Kritik umzugehen und Verantwortung für seine eigenen Handlungen zu übernehmen. Denn spätestens zum Schuleinstieg, sollten sich Eltern nicht mehr für alles verantwortlich zeichnen. Möchte sich das Kind mit einem Klassenkameraden verabreden, hält aber den Termin nicht ein, muss es selbst mit den Konsequenzen zurechtkommen. Die Absage ist nicht auf die Eltern zu schieben und das Kind muss eigenständig mit dem Ärger des Klassenkameraden umgehen und sich entschuldigen.

Gleichaltrige haben zudem einen großen Einfluss auf die Einschätzung der eigenen Fähigkeiten, denn ihre Noten und sozialen Eigenschaften stellen Grundschulkinder in den Vergleich mit Spielkameraden. Wichtig ist bei diesem zunächst normalen Verhalten, dass Sie darauf achten, dass Ihr Kind auf Dauer dennoch keine Minderung seines Selbstwertgefühls erfährt. Ein geringes Selbstwertgefühl erkennen Sie bei Ihren Kindern unter anderem am gebückten Gang oder daran, dass sie nicht in der Lage sind „Nein“ zu sagen. Um das Selbstwertgefühl Ihres Kindes zu stärken, können Sie folgende Dinge tun:

Aufbau des Selbstwertgefühls

•    Eine selbstbewusste Körperhaltung vermitteln (siehe unten).
•    Das Kind jeden Tag loben und auf besondere Fähigkeiten aufmerksam machen.
•    Negative und angstbegründete Gedanken mit dem Kind besprechen und verändern.
•    In alltäglichen Situationen selbstbewusstes Auftreten einüben und das Kind motivieren in bestimmen Situationen „Nein“ zu sagen.
•    Kind muss für seine Handlungen die Verantwortung übernehmen. Dies schärft den Blick für das eigene Tun und somit das Selbstkonzept.
•    Lernt das Kind bereits in frühen Jahren Selbstbewusstsein aufzubauen, fühlt es sich stärker und selbstsicherer.

Selbstbewusste Körperhaltung und Körpersprache


•    Fester Händedruck und die Fähigkeit anderen Menschen in die Augen schauen zu können.
•    Gerade Haltung, Blick nach vorne gerichtet, Brustkorb raus und Schultern zurück.
•    Eine feste und deutliche Stimme.

Zusammengefasst: Kinder sollten die Fähigkeit zur Selbsterkenntnis ausbilden (Selbstkonzept) und ein positives Selbstwertgefühl erhalten.

Wohlgenährt durch den Alltag

Was das Kind in der Grundschulzeit für´s Leben prägt
Vitaminreiche Kost auf Frühstückstisch und in der Brotdose sorgt für den Durchblick in der Schule.©Robert Kneschke/ Fotolia.com
Damit sich Ihr Kind selbstbewusst und voller Elan in der Schule bewegen kann und den Tag möglichst energievoll bewältigt, ist eine ausgewogene und vor allem kindgerechte Ernährung von Entscheidung. Denn diese minimiert nicht nur das Risiko auf Übergewicht, sondern fördert zudem eine bewusste Ernährungsweise, die das Kind für sein weiteres Leben prägt und gesund hält.

Energie für den Mathetest am Morgen und nach dem Spiel in der Pause

In der Schule heißt es meist: Bitte still und ruhig sitzen bleiben! Das fällt Ihren Kindern zunächst schwer – den einen mehr, den anderen weniger –, denn bis zum Schuleintritt mussten sie höchstens am Küchentisch für die Mahlzeiten stillsitzen. Diese innerhäusliche Zeit des Stillsitzens unterscheidet sich jedoch nicht nur in der Länge von der Sitzzeit in der Schule. Während Sie am Tisch mit Ihren Kindern essen und das eine oder andere Erlebnis besprechen, darf das Kind in der Schule nicht einfach drauf los plappern und muss sich auf zunächst unbekannte Rechen- oder Schreibaufgaben konzentrieren. Somit wird von Geist und Körper mehr abverlangt.

Ausgewogene und nährstoffreiche Mahlzeiten: Snacks, Frühstück und Co.

Unterstützen können Sie Ihr Kind, indem Sie es Zuhause und unterwegs mit nährstoffreichen Energielieferanten versorgen. Die erste Mahlzeit des Tages ist in der Regel das Frühstück. Ob dieses auch die wichtigste Mahlzeit ist, darüber scheiden sich mittlerweile die Geister. Aber besonders Kinder, deren Biorhythmus noch nicht stabil und deren Körperbau noch nicht ausgewachsen ist, benötigen das frühe Mahl. In der Schule sorgen von Lehrern eingeforderte Konzentration und das Bewegungsprogramm im Sportunterricht oder in der Pause, dafür, dass Körper und Geist gleichermaßen auf Trab gehalten werden müssen. Walisische Wissenschaftler belegen den Zusammenhang zwischen morgendlicher Ernährung und Schulleistungen. Nach den Ergebnissen hatten Schüler, die mit Frühstück in die Schule gingen, eine doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit gute Ergebnisse bei Klassenarbeiten zu erzielen als „Nicht-Frühstücker“. Natürlich kommt es nicht nur darauf an, wann gefrühstückt wird, sondern zudem darauf was auf Teller oder Brettchen landet. Körnerbrot, Vitamine in Form von Saft oder frisch aufgeschnittenen Obstscheiben, die saisonal zu variieren sind, und Ballaststoffe, sorgen für einen ausgewogenen und gesunden Tagesstart.

Gesundes sollten Sie Ihrem Kind zudem mit auf den Schulweg beziehungsweise für die Pause mitgeben. Doch welche Nahrungsmittel sorgen dafür, dass Ihr Kind den Anforderungen, die der Schulalltag an kindlichen Geist und Körper stellt, gerecht werden kann? Zunächst ist es wichtig, die Grundelemente einer nährstoffreichen Pausenversorgung zu kennen. Denn um klare Gedanken fassen zu können, benötigt das Gehirn nicht nur Sauerstoff, sondern zudem die richtigen Nährstoffe und Kohlenhydrate in ausreichender Menge. Generell sollten Sie auf fettarme Lebensmittel setzen, die die Verdauung nicht zu stark anregen und somit weniger Körperenergie über den Tag verbrauchen lassen. Zu den fettarmen Lebensmitteln gehören Vollkorn-, Milchprodukte sowie Obst und Gemüse. An den Geschmack von Obst und Gemüse sollte das Kind bereits frühzeitig gewöhnt werden, so sträubt es sich meist weniger dagegen, einen Apfel oder eine Möhre mitzunehmen. Wenn Ihr Kind sich dennoch nicht begeistert von den gesunden Früchten zeigt, können diese auf der Brotscheibe einen lachenden Smiley bilden, oder die Karotten- und Gurkenscheiben als Snack in Tierform geschnitten und ausgestochen werden. Für Frische und Vitamine sorgt vor allem ein Salatblatt, welches geschmacklich fast unter jeden Belag passt und anstelle von Butter besser auf Margarine zurückgreifen.

Süßes und Salziges in Maßen verzehren


Bei den Mahlzeiten, die Ihr Kind Zuhause und in der Schule fit halten sollen, ist auf den Salz- und Zuckergehalt zu achten. Oft ist es jedoch durchaus schwierig einzuschätzen, welche verpackten Produkte sich fernab der Obst- und Gemüseabteilung für Kinder eignen. Denn obwohl es in der Lebensmittelindustrie seit 2007 eine freiwillige Selbstbeschränkung beim Marketing für Kinder gibt, die manch ein Lebensmittelkonzern bereits unterschrieben hat, wird sich mit einigen Vermarktungsstrategien für ungesunde Lebensmittel immer noch gezielt an Kinder gerichtet. Dies ist häufig noch der Fall, auch wenn bereits einige Unternehmen seit 2007 zugesichert haben, dass sie nur noch Lebensmittel an Kinder unter zwölf Jahren vermarkten, die bestimmte Nährwertvorgaben erfüllen. Die Vorgaben hat die WHO im Jahr 2015 bestimmt. Sie beziehen sich unter anderem auf den Gehalt von Kalorien, Fett, Zucker und Salz. Aber auch im Rahmen der selbst zubereiteten Ernährung sollten Sie auf das richtige Maß der genannten Inhaltsstoffe achten. Nachfolgend wird exemplarisch auf den maßvollen Genuss von Zucker und Salz eingegangen.

Wie viel Salz darf das Kind zu sich nehmen?


Von Kindesbeinen an eine hohe Zufuhr von Salz gewöhnt: Dies kann im Laufe des Lebens bei Ihrem Kind zu Problemen mit dem Blutdruck führen. Eine salzhaltige Ernährungsweise ist neben Genen, Alter und Geschlecht ein zusätzlicher Risikofaktor. Einen niedrigen Kochsalzgehalt weisen vor allem Gemüse, Obst, Fisch, Quark und Joghurt auf. Dagegen besitzen Fertigprodukte einen sehr hohen Kochsalzgehalt. Tiefkühlpizzen decken meist bereits den Tagesbedarf an Salz ab, so sind für Ihre Kinder immer selbstgekochte Gerichte vorzuziehen. Um den Gerichten Geschmack zu verleihen, müssen Sie nicht gleich nach dem Salzstreuer greifen. Alternativen, die für Geschmack sorgen, sind frische, geschmacksintensive Kräuter wie Thymian oder Rosmarin sowie weitere Salzersätze zum Kochen, die mitgegart oder mit denen Fleisch und Fisch eingerieben werden können. Ganz auf Salz verzichten müssen Sie natürlich nicht, aber dennoch sollten Sie darauf achten, dass das Würzen mit dem Salzstreuer in gewissen Maßen gehalten wird. Erwachsene sollten am Tag generell nicht mehr als fünf oder sechs Gramm Salz zu sich nehmen. Bei Kinder liegt der Richtwert je nach Altersklasse noch darunter, da sie einen niedrigeren Bedarf an Energie haben.
Was das Kind in der Grundschulzeit für´s Leben prägt
Süßigkeiten: Kinder auf einen maßvollen Verzehr einstellen

Darf es etwas Süßes sein? Süßigkeiten gehören in der Kindheit und im Erwachsenenalter als kleine „Sünde“ für Zwischendurch dazu. Schokolade sorgt bekanntermaßen sogar für die Produktion von Glückshormonen. Jedoch sollten Sie Ihrem Kind die Süßigkeiten nicht zur freien Verfügung stellen – so schwer es manchmal sein mag, wenn das Kind bettelt oder sagt: „Die Emily bekommt viel mehr Süßes als ich, ungerecht!“ Am besten Sie vereinbaren am Ende der Woche immer wieder eine Wochenration, die gemeinsam aus den Lieblingssüßigkeiten zusammengestellt wird. Neigt Ihr Kind zu Übergewicht und ist gerade dabei Kilos zu verlieren, Süßigkeiten dennoch nicht gänzlich verbieten. Eine Handvoll am Tag ist durchaus erlaubt, sonst verliert das Kind schnell die Lust am Abnehmprogramm und ist frustriert. Außerdem stehen an der Spitze der Lebensmittelpyramide für Kinder die so genannten „Extras“. Diese erlauben unter anderem eine Handvoll Gummibärchen (etwa 30 Gramm/ 60 kcal) und eine Portion Schokoladenaufstrich (etwa 20 Gramm/ 104 kcal). Jedoch sollten die Extras nicht mehr als 10 Prozent der täglichen Energiezufuhr (siehe Grafik empfohlene Tagesmenge an Kalorien) ausmachen.
Damit Ihr Kind erst gar nicht zu viel Gefallen am zuckrigen Geschmack findet, sind stark zuckerhaltigen Getränken und alternative Süßungsmittel, wie Honig, Sirup oder Rohrzucker sparsam zu verwenden. Gesunde Süße und Vitamine geben dagegen verschiedene Obstsorten. Diese zur Abwechslung einfach in ein wenig gesüßtes Naturjoghurt geben.

Achtung bei vermeintlich „ungesüßten“ Lebensmitteln:

•    Für Kinder beworbene Produkte sind oft energiereicher als ihre Alternativprodukte, die nicht speziell als „Kinderprodukt“ vermarktet werden. Meist enthalten die „kindgerechten“ Produkte zudem einen extra Zuschlag an Süße.
•    Mit Produkten, die Süßstoff enthalten, kann die Energiezufuhr zwar runtergeschraubt werden, aber dennoch sind diese Lebensmittel nicht von Natur aus weniger energiereich.
•    Der Vermerk „ohne Zuckerzusatz“ ist nicht mit dem Zuckergehalt eines Produkts gleichzusetzen. Denn auch Trockenfrüchte oder Molkenerzeugnisse liefern natürlichen Zucker.

Die Vermittlung von gesunden Lebensmitteln und einer ausgewogenen Ernährung stellt die Weichen für einen bewussten Umgang mit dem Thema Ernährung. Gerade im Grundschulalter, wenn Ihr Kind sich und seine Umwelt zu reflektieren lernt, kann sich das Kind das Wissen über „richtig“ und „falsch“ verinnerlichen.

Bewegung und Kreativität: „Fitness“ für den kindlichen Körper und Talententwicklung

Was das Kind in der Grundschulzeit für´s Leben prägt
Körperliche Aktivität kann auch bei Kindern im Alltag stattfinden, wenn der Schulweg zum Beispiel mit dem Fahrrad zurückgelegt wird.©highwaystarz / Fotolia.com
Die richtige und vor allem ausgewogene Nährstoffzufuhr sorgt dafür, dass sich Ihr Kind auch in der Freizeit wohlfühlt und vor allem die Energie hat losgelöst herumzutollen. Bewegung fördert jedoch nicht nur die Fitness, sondern auch die Motorik des Kindes. Vor allem im Laufe der Grundschulzeit lernt Ihr Kind seinen Körper zu beherrschen und ist in der Lage sportlich aktiv zu sein.

Wie viel Bewegung braucht das Kind am Tag?

Beim Herumtollen mit Gleichaltrigen schulen Kinder nicht nur ihre sozialen Fähigkeiten, sondern zudem ihre Geschicklichkeit, Ausdauer und Konzentration. Wenn Kinder ihre natürliche Lust an Bewegung verlieren kann dies Auswirkungen auf folgende wichtige Entwicklungsfaktoren haben, die vor allem in der Grundschulzeit ausgebildet werden:

•    Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen.
•    Körperliche und motorische Entwicklung.
•    Lernverhalten und Konzentrationsfähigkeit.

Ausgleich zwischen Alltagsbewegung, Aktivitäten in der Freizeit und Sportprogramm

Für eine gesunde Entwicklung benötigen Kinder neben einem ausgeglichenen Ernährungsprogramm, ein ausgewogenes Bewegungsprogramm, das nicht nur dem Bewegungsdrang nachgibt, sondern zudem Spaß macht. Die Bewegungsabläufe können aus Aktivitäten in der Freizeit, im Alltag und im sportlichen Bereich bestehen. Am effektivsten ist eine Mischung:

•    Bewegung im Alltag:
Treppensteigen, Fahrradfahren oder zur Schule laufen. Alltagsbewegungen bringen für Kinder nur eine geringe körperliche Anstrengung mit sich. Sie machen den Großteil des täglichen Bewegungsprogramms aus.

•    Bewegung in der Freizeit:
Zu den Bewegungsabläufen in der Freizeit gehören freie Spiele wie das Fangen, das Klettern, Ball- oder Versteckspiele. Dabei strengen sich Kinder mäßig an.

•    Sportliche Bewegungen:
Sportliche Bewegungen fordern vom Kind die größte Anstrengung. Darunter fallen Vereinssportarten oder und der Schulsport. Im Gegensatz zu den Aktivitäten in der Freizeit, kommen Kinder dabei meist mehr ins Schwitzen und geraten außer Puste.

Die untenstehende Grafik gibt Aufschluss darüber, wie das Bewegungsprogramm Ihres Kindes aussehen kann. Diese sorgt für Ausgleich und unterstützt die Entwicklung im Grundschulalter und darüber hinaus.
Was das Kind in der Grundschulzeit für´s Leben prägt
Bewegungsspiele für Zuhause:

•    Sie und Ihr Kind nehmen jeweils ein Kissen in die Hand, werfen es in die Luft, klatschen in die Hände und fangen es wieder auf. Oder diese in Abständen auf den Boden legen und ohne den Boden zu berühren, von einem zum anderen Kissen hüpfen.
•    Matratze aus dem Bett heben und das Kind Purzelbäume, Radschlag oder Handstand darauf üben lassen.
•    Kissen, Hocker und Stühle verschiedener Höhe im Zimmer aufstellen und das Kind von Hindernis zu Hindernis steigen lassen. Dies fördert Balance und Motorik.

Kreativität fördern: Talente erkennen und Horizonte erweitern

Das Spielen an der frischen Luft und kleinere Bewegungsabläufe sollten Sie in jedem Fall unterstützen. Doch ist das Kind überhaupt ein begeisterter Sportler? Oder liegen die Talente eher in anderen Bereichen, wie der Musik oder dem Malen? Während sportliche Aktivitäten den Bewegungsdrang und die Motorik unterstützen, unterstützen kreative Tätigkeiten bei der geistigen Entwicklung Ihres Kindes in der Grundschulzeit. Hobbys sind wichtig für die persönliche Entwicklung des Kindes. Um Talente im sportlichen oder kreativen Bereich zu fördern, ist es wichtig, dass das Kind sich austestet und dadurch die eigenen Fähigkeiten kennenlernt. Dies hilft Ihrem Kind zudem bei der Beantwortung der Frage: „Wer bin ich und was kann ich besonders gut?“ – also bei der Entwicklung des Selbstkonzepts.

Ein Malkurs oder doch besser die musikalische Früherziehung?
 
Doch das Kind einfach in einen Sportverein schicken, weil es in der eigenen Kindheit genauso ablief und dann abwarten, ob es dem Kind gefällt? Besser ist es wohl, die Interessen des Kindes vorab heraufzufinden. Meist ist schnell ersichtlich, ob das Kind von Malutensilien angezogen wird oder lieber die Tasten des Klaviers bevorzugt. Hat das Kind eine kreative Ader, lohnt sich ein Reinschnuppern in Mal- oder Theaterkurse von Volkshochulen oder Jugendzentren. Dagegen bieten städtische Musikschulen günstige Kurse an, in denen Musikinstrumente erlernt werden können. In der musikalischen Früherziehung wird dann zunächst auf dem Glockenspiel gespielt und danach kann sich das Kind für Trommel, Gitarre, Klavier oder Blockflöte entscheiden. Der Einstieg in die Grundschulzeit eignet sich besonders gut für den Start ins Musische. Denn etwa ab dem Alter von sechs Jahren, fällt es Kindern meist leicht ein Musikinstrument zu erlernen. Dieses Alter bietet sich an, um das Turnen oder Schwimmen in einem Sportverein auszuüben. Sportvereine bieten die Möglichkeit, verschiedene Sportarten auszutesten. In einen Fußball- oder Tenniskurs sollte das Kind dagegen erst ab der dritten Klasse einsteigen und Hand-, Volley- oder Basketball erlernt Ihr Kind am besten zwischen neun und zwölf Jahren.
 
 

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