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Autorenleben - Eine Frau schreibt sich auf - Autorinnenträume


Feb 9 2010

Frauke Baldrich-Brümmer
15:14 Uhr
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Als Autorin schreibe ich nicht immer nur Geschichten wie zum Beispiel die über meine Freundin Trulla, welche hier in diesem Blog mit Sicherheit auch bald wieder auftauchen wird. Und auch nicht nur und ständig für das Satiremagazin Eulenspiegel. Auch Gedichte bringe ich nicht tagtäglich zu Papier. Damit aber trotzdem Geld in die Kasse fließt, schreibe ich in meinem kleinen Literatursalon, dem Sal(l)on 17, auch immer mal wieder etwas für andere. Für Webseiten oder für Privatkunden. Das sind dann kleine, nette Produktbeschreibungen über Handtaschen, Regenschirme, Angelstöcke, Salz-und Pfefferstreuer, Rassehunde, Zuchtpferde, Omas Art, Marmelade einzukochen oder auch mal über Neues vom Modemarkt. Und wenn ich so pro Tag sagen wir mal 10 bis 20 verschiedene Berichte über 10 bis 20 verschiedene Produkte geschrieben habe, dann träume ich nicht selten nachts davon. Komischerweise träume ich nie von Gedichten oder von Kurzgeschichten oder meiner Trulla. Gut, einmal träumte mir von Goethe, der hat zusammen mit mir eine Ballade gedichtet. Die brachte ich nach dem Aufwachen leider nicht mehr zusammen, was ich mich immer noch mit Bedauern erfüllt. 
Aber ich bin neulich  nachts schweißgebadet hochgefahren, weil ich von einem Pfefferstreuer geträumt habe, den ich versehentlich als Zuckerstreuer bezeichnet hatte. Daraufhin hatten mich die, für die ich den Artikel schreiben sollte, mit einem riesigen Streusalzwagen verfolgt. Als ich erwachte, musste ich ein großes Glas Wasser trinken, weil ich so einen furchtbar salzigen Geschmack im Mund hatte.
Und einmal hat mein Freund mich geweckt, weil ich im Schlaf immer „Vierzig Worte, ich brauche noch vierzig Worte !“, gejammert habe. Ich habe meinem Freund erklärt, woher das kommt. Diese Artikel müssen immer eine bestimmte Anzahl von Worten haben. Also muss man oft noch  Worte dazuerfinden oder auch mal wegstreichen.
Mein Freund träumt übrigens sehr kreativ, ohne tagsüber viel in diese Richtung zu tun, was mich immer wieder mit Neid erfüllt. Neulich hat er geträumt, er hat zusammen mit Karl Lagerfeld Anzüge für Manager kreiert. Die waren grau ( die Anzüge und somit dann später wohl auch die Manager) und hatten einen Schlips, der genau aus dem Kragen herauswuchs. Für einen Mann finde ich diesen Traum geradezu genial.
Und nun muss ich hier leider auch aufhören .Ich habe nämlich noch etwas über Seitenschläferkissen zu schreiben und über Senfsorten.
Dafür gehe ich heute Abend zu einer schönen Lesung ins Kaminzimmer in Hannovers Südstadt, wo ich früher mal gewohnt habe, und wo ich im Mai auch wieder lesen werde.
Darauf freu ich mich schon.
 



 

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Frauke Baldrich-Brümmer

Frauke Baldrich-Brümmer, Jahrgang 1956, dichtet, schreibt und tritt mit kabarettistischen Lesebühnenprogrammen auf. Für uns bloggt sie über das, was (schreibenden) Frauen alltäglich widerfahren kann.
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