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Autorenleben - Eine Frau schreibt sich auf - Schreibwerkstätten: ein Ort für das Wort!


Okt 1 2010

Frauke Baldrich-Brümmer
09:46 Uhr
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Viele von uns haben früher gerne geschrieben. Ins Tagebuch, wenn es einem einmal wieder das Herz abdrückte und es etwas mitzuteilen gab, was man eben nur dem geduldigen Papier, das nichts ausplaudert, verraten konnte! Oder Gedichte, wenn man sich verliebt hatte. Briefe an die beste Freundin, einen guten Freund. Einen letzten Gruß an einen Verstorbenen oder an das ungeborene Kind. Wunschzettel, Verzeih-mir-bitte-Briefe.....
Und dann natürlich in der Schule. Die Aufsätze! Manchmal reichten die 45 Minuten bei weitem nicht aus. Manchmal aber saß man aber auch da wie vernagelt! Die Worte steckten im Kopf und wollten nicht auf das Papier kommen...
Immer wieder habe ich mit Erwachsenen zu tun, die mir (manchmal ganz leise, so, als ob sie ein Geheimnis preisgeben würden) erzählen, dass sie gerne schreiben. Oder es einmal versuchen wollen. Und nicht gerade wenige von ihnen haben auch schon einiges in der Schublade liegen. „Ich weiß ja, dass ich kein Goethe bin..“, höre ich dann öfter. „Aber ich habe schon als Kind gerne geschrieben...“
Und genau für diejenigen, denen es so oder ähnlich in den Fingern kribbelt, gibt es Schreibwerkstätten. Die werden von Autoren geleitet.
Hier kann man seine Texte vorlesen, ohne einen Rotstift wie in der Schule fürchten zu müssen. Behutsam wird über den Text diskutiert, es gibt den einen oder anderen Tipp dazu, was man ändern oder anders machen könnte, sodass man seinen Text, wenn man möchte, nochmals bearbeiten kann.
Und es gibt jede Menge kreativer Schreibaufgaben. Schreiben zu Musik. Zu Bildern. Oder man kann sich in eine andere Person versetzen- und wenn man will, auch in einen Gegenstand, eine Blume, ein Tier.
Viele Menschen möchten auch gerne ihre Erinnerungen niederschreiben, um sie zum Beispiel den Enkeln zu geben.
Schreibwerkstätten sind also Orte für Worte, für die ganz eigene Sprache des einzelnen. Und ab und zu gibt es natürlich auch mal ein bisschen Theorie. Man kann also noch eine Menge dazulernen- nicht zuletzt über sich selber...



 

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Frauke Baldrich-Brümmer

Frauke Baldrich-Brümmer, Jahrgang 1956, dichtet, schreibt und tritt mit kabarettistischen Lesebühnenprogrammen auf. Für uns bloggt sie über das, was (schreibenden) Frauen alltäglich widerfahren kann.
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