Magazin Club
Sie befinden sich im Magazin > Liebe > Partnerschaft > Blog

Autorenleben - Eine Frau schreibt sich auf - Im März die Autoin...


Mrz 25 2011

Frauke Baldrich-Brümmer
09:50 Uhr
2347 Besucher
0 Kommentar(e)


Im März die Autorin…
die Verse einspannt. Ja, das sollte sie eigentlich. Aber mein März sah dieses Jahr etwas anderes aus…
Der Sallon 17 im Kunsthaus auf dem Kronsberg hat sich nämlich vergrößert. Mein Sohn ist bei uns eingezogen, denn meine alte Wohnung, die er erst mit Katze und dann alleine bewohnte (nun gut, einige Staubflocken unterm Sofa waren Mitmieter) wird gerade aufgelöst. Wer nun aber meint, das gute Kind habe sich im „Hotel Mama“ einquartiert- der irrt.
Bissige Zungen behaupten sogar, dass mein Freund und er mir nun „betreutes Wohnen“ ermöglicht. Das ist gemein, und die Wahrheit liegt hier, wie so häufig, in der Mitte.
Von klein auf habe ich nämlich meine Kinder dazu erzogen, einzukaufen, abzuwaschen und ein anständiges Mittagessen zu kochen. Behauptet mein Sohn. Und kochend ist er auch bei uns tätig, wenn er die Zeit dazu hat. Gestern hatte er sie nicht, und als er meinen Kartoffelbrei aß, fragte er, warum ich diesen mit Wasser gekocht habe. Das hatte ich nicht. Und sonst gelang er mir auch immer sehr, sehr gut. Diesmal aber hatte ich das Abdampfen der Kartoffeln, was man ja machen soll, nachdem man sie gekocht hat und bevor man sie klein stampft und mit Milch vermischt, zu einem beinah einstündigen Vorgang werden lassen. Weil ich während dieses Vorganges wischen und telefonieren musste. Die kalten Kartoffeln und die Milch vertrugen sich irgendwie nicht so. Mein Sohn aß den Kartoffelbrei trotzdem tapfer auf, inklusive Bratwürstel und Brokkoli. Mein Freund ließ ziemlich viel Kartoffelbrei zurück, den ich aufaß, weil ich nicht wollte, dass der Hund ihn verschmähte.
Und dass meine Sätze heute sehr verschachtelt sind, liegt an Heinrich von Kleist. Der kommt in der Deutsch-Abi-Klausur dran. Und den hab ich mit einem Schüler analysiert, interpretiert, seziert …Nur weil der Kleist so lange Sätze schreibt und so verschachtelte, ist überhaupt noch was von ihm übriggeblieben.
Und für Samstag, den 26. 3., wünsche ich allen Schülern für die Deutsch-Abi-Klausur alles Gute.
Meine fiel damals mäßig aus. Und ich bin Schriftstellerin geworden. Das sollte zu denken geben!



 

Womenweb.de Community

Chat, Gewinnspiele, Forum, Games & mehr

 

Frauke Baldrich-Brümmer

Frauke Baldrich-Brümmer, Jahrgang 1956, dichtet, schreibt und tritt mit kabarettistischen Lesebühnenprogrammen auf. Für uns bloggt sie über das, was (schreibenden) Frauen alltäglich widerfahren kann.
Profil
Blog-Übersicht
 

Kalender