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Offline-Liebe im Hofgut Hafnerleiten

Vom „Nichts-verpassen-wollen“ und einander wiederfinden

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Alte Liebe rostet nicht. Manchmal verliert sie sich in virtuellen Räumen und wird schweigsam. Dann braucht sie eine Offline-Auszeit, z.B. im Hofgut Hafnerleiten: im Haus am Feld, mitten in der Wald-Feld-See-Idylle, jenseits der Online-Welt und Alltags-Hektik.

Ein Brief für die Offline-Liebe

Digital Detox im Hofgut Hafnerleiten
© Yanik Chauvin / Shutterstock.com
„Mein Liebling,

kannst Du Dich an ein junges Pärchen erinnern, das mal bei unserem Lieblings-Italiener am Tisch neben uns saß? Wir mussten zu ihnen immer mal wieder rüber schauen und staunen. Unsere Blicke trafen sich dann wieder und wir beide wussten, dass wir uns verstehen und das Gleiche denken und meinen: Dieses Pärchen, so jung und frisch, schien ihre Liebe wohl nicht richtig genießen zu können – ebenso wenig das leckere Essen! Denn da war immer eine „Störung“ zwischen zwei Herzen: ihre Smartphones.

Ununterbrochen schauten sie auf die grell leuchtenden Displays, während wir uns in die Augen blickten. Sie kommunizierten sogar darüber miteinander, während wir uns fragten: „Hat Liebe da überhaupt noch Platz? In Zeiten, wo sich Liebe oft „online“ findet, bleibt sie dann auch …

… auf immer und ewig online?“

Wir waren von dieser Beobachtung so „fasziniert“, dass wir beschlossen, beim nächsten Rendezvous die Handys daheim zu lassen. Doch mich ließ die Frage nicht los, ob das Problem der Online-Generation bereits fortgeschritten war? Eine kurze Online-Recherche – dafür ist das Internet schon von Nutzen – lieferte die Antwort: Ein neuer Urlaubs-Trend namens „Digital Detox“ ist gerade im Kommen und kein gutes Omen! Sind wir denn schon so weit, dass wir eine digitale Entgiftung brauchen, um uns ungestört in die Augen blicken zu können? Um mit allen Sinnen uns und das Essen zu genießen?

Dann schlug ich was ganz „Absurdes“ vor – einen Offline-Urlaub auf dem Land! Kein Funk-Netz, kein Inter-Net, dafür viele romantische Augen-Blicke, weitläufige Aus-Blicke, tiefe Ein-Blicke – alles im Über-Blick! Liebe im absoluten Blick-Punkt, sozusagen …

Digital Detox im Hofgut Hafnerleiten
© Olga Sattler
Weiß Du noch, was Deine erste Reaktion auf meinen Vorschlag war? „Oh nein, kein Internet? Kein Fernseher? Wir können doch die Handys einfach ausmachen! Oh, Mann …“ Können wir das wirklich, Liebling? Nutzt du dann nicht jede Gelegenheit, um „unauffällig“ zu surfen und nachzuschauen, ob du nicht „etwas Wichtiges“ verpasst? Während wir nichts draußen verpassen wollen, verpassen wir da nicht uns und die Augenblicke, die nur uns gehören? Verpassen wir dann nicht die Liebe selbst?

Du warst Dir also nicht ganz sicher, ob ein Offline-Urlaub für Dich etwas ist. Für mich war das jedoch ein deutliches Zeichen: Wir brauchen Digital Detox – Internet- und Funk-„Entzug“! Dafür müssen wir nicht mal Deutschland verlassen – denn auch hierzuladen erlebt der „absurde“ Urlaubs-Trend gerade seine Blütezeit.

Zum Glück konnte ich Dich überzeugen – auch wenn ich „tricksen“ und Dich mit einem weiteren Thema locken musste: mit unserem Traum vom eigenen Haus auf dem Land … Es hieß nun für ein ganzes Wochenende:

Digital Detox im Hofgut Hafnerleiten!

Digital Detox im Hofgut Hafnerleiten
© Hofgut Hafnerleiten
Denn hier, im Hofgut Hafnerleiten bei Passau, hatten wir beides in einem: ein „eigenes“ Haus am Feld und unseren Offline-Urlaub auf dem Land!

Weiß Du noch, was Du sagtest, als wir gerade mal fünf Minuten Gäste vom Hofgut waren und aus unserem Wohnzimmer auf die weite, hügelige Feld-Landschaft in ihrer vollen Herbstpracht schauten? „Wie schön, dass wir hier nichts außer uns und diesem Ausblick haben!“

Na ja, mein Liebling, wir hatten in unserem neuen, stylischen Rottaler Langhaus noch etwas mehr, als „nur“ uns und den …

… Blick aufs Feld:

Digital Detox im Hofgut Hafnerleiten
© Olga Sattler / Hotgut Hafnerleiten
Einen langen, mit Bambus eingewachsenen Holzsteg zur Eingangstür führend, vor der uns die Hofgut-Katze empfing. Das „Aha-Erlebnis“ beim ersten Einblick in unser „eigenes“, heimelig nach Holz duftendes Haus! Das Schlafzimmer mit einem modernen „Sternen-Himmel“, von dem uns abends kleine Monde entgegen leuchteten. Die großen Fenster-Fronten, die uns die Bambus-Pracht ins Innere projizierten und den Eindruck vermittelten, mitten im Grünen zu schlafen. Das offene Badezimmer, aus dem wir in die Natur hinausblicken konnten. Den mit Holz gefüllten Kamin im Wohnzimmer, den wir als ersten anzünden mussten, um den Raum mit Feuer-Zauber zu füllen. Die Badewanne direkt dahinter, die selbst im goldenen Licht des Kaminfeuers badete und besondere Wohlfühl-Augen-Blicke versprach. Eine kleine Treppe neben der Küche, die nach oben, in eine kleine Schlafkoje mit Dachfenster führte – ein weiteres Plätzchen zum Kuscheln und den Sternschnuppen lauern. Liebe, die in der Luft schwebte … Da war alles, was wir brauchten – nur eben kein Funk und Internet.
Digital Detox im Hofgut Hafnerleiten
© Olga Sattler
So saßen wir, im Licht des Kaminfeuers, und starrten fasziniert durch unser bodenhohes „Schaufenster“ auf die hügelige Land-Idylle, die selbst dem Sonnenuntergangs-Schauspiel am herbstlichen Himmel verfallen zu sein schien. Die Katze saß draußen auf der Terrasse und schaute neidisch zu uns hinein. Dann tanzten wir zu Herbert Grönemeyers nostalgischer Stimme. Ganz eng, ganz warm, fest umschlungen:

‚… Ich hab grad zärtlich
An dich gedacht
Wie du behutsam und ganz sacht
Mich total verrückt gemacht …‘

Die Katze hielt uns bestimmt für verrückt. Ganz unrecht hatte sie nicht: Wir waren und sind verrückt – verrückt nach uns. Es war unser Zuhause. Du warst und bist mein Zuhause.

Dann dankten wir gedanklich dem Hofgut Hafnerleiten für diese „Fluchtmöglichkeit in die Realität“ – jenseits der Online-Telefon-Facebook-E-Mail-Welt. Für unsere „Digital Detox“-Auszeit, in der richtige Werte, wie Liebe und Natur, ihren wahren Wert bewahren. Wo nur Augen-Blicke zählen. Und das Essen wie Zuhause schmeckt! Oh ja …

… Liebe geht AUCH durch den Magen!

Digital Detox im Hofgut Hafnerleiten
© Olga Sattler
So erfüllt von der magischen Energie des Ortes und dem Ruf des hungrigen Magens folgend, waren wir dann abends da – im Haupthaus des niederbayerischen Hofguts, vom verwunschenen Garten umgeben. Das ehemalige Wohnzimmer der Familie Rückerl versammelte nun, anstelle der üblichen Hotel-Lobby, Gäste aller zehn Themenhäuschen. Es roch so heimelig nach Kaminfeuer, nach aromatischen Kaffeebohnen und leckerem Essen … Die Katze faulenzte auf ihrem Stammkissen auf der Couch. Im Wintergarten wartete eine lange, fein gedeckte Tafel mit der Versprechung eines geselligen Abends auf. Nun sahen wir, dass wir nicht alleine im Hofgut in Bad Birnbach eine Offline-Auszeit aufsuchten – und dass der Digital Detox-Trend wohl in der Tat fortgeschritten war …

Doch beim gemeinsamen Abendessen mussten wir nicht „detoxen“ – der Chefkoch und Hausherr Erwin Rückerl verwöhnte uns mediterran mit einem Drei-Gang-Menü, erzählte uns etwas über bizarre Früchte, die er neulich aus Sizilien brachte; über seine Barista-Tätigkeit und Kaffee-Leidenschaft; über die von ihm vor Jahren gegründete erste Kochschule Niederbayerns und seine Kochgeheimnisse ... Seine Frau Anja Horn-Rückerl pflegte uns dabei mit ihrem herzlichen Lächeln und der fürsorglich-gemütlichen Art.

Wir genossen die Wärme und Gastfreundlichkeit der Hofgut-Familie; sprachen mit anderen Gästen über Gott und die Welt; verloren uns dabei nie aus den Augen. So taten es alle anderen Paare auch: Taschen „vibrierten“ nicht nervös und fordernd; grelle Displays unterbrachen nicht das goldig-warme Kerzenlicht; Ohren hörten einander zu; Blicke galten den Gesprächspartnern und uns selbst.

Was wir alle wussten: Hier, im Haupthaus, wäre „Empfang“ und WLAN vorhanden! Doch blieben alle Telefone aus. An diesem gemütlichen Abend wussten wir einfach stillschweigend, dass es nichts Wichtigeres gibt, was wir in der Außenwelt verpassen könnten – es gab nichts Bedeutenderes, als den Augenblick und uns selbst …

Ich erinnere mich oft an das Wochenende im idyllischen Haus am Feld und denke dann besonders zärtlich an Dich. Wie auch gerade eben, während Grönemeyer mit seiner melancholischen Stimme fleht:

‚… Ruf doch mal wieder an
Und erzähl mir, was du treibst.
Ist ganz egal wann und überrasch mich,
Komm her und sag, dass du bleibst
Für immer jetzt für ewig oder mehr doch halt …



  Deine Olga“

Adresse:
Hofgut Hafnerleiten
Brunndobl 16, 84364 Bad Birnbach

 
 

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