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Schlummer vom Feinsten, im Boutique Hotel Träumerei #8

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Auf den Spuren der mystischen schwarzen Katze begebe ich mich im Boutique Hotel Träumerei #8 auf eine kuschelig-verträumte Länderreise durch das Kufsteinerland. Ein Wochenende wie ein Traum über historische Epochen und märchenhafte Naturwelten …

Boutique Hotel Träumerei #8
© Boutique Hotel Träumerei #8
An diesem Wochenende, welches ich im Boutique Hotel Träumerei #8 in Kufstein verbrachte, habe ich ungewöhnlich intensiv geträumt. Es war mehr eine Träumerei, als ein Traum: „verwinkelt“, verwunschen und doch real. Es fühlte sich wie ein Trip mit einer Zeitmaschine an – eine Reise durch Städte, Länder, Epochen und Phantasiewelten.

Diese Träumerei vom Kufsteinerland begann mit einer schwarzen Katze … 

Schwarze Katze

Boutique Hotel Träumerei #8
© Boutique Hotel Träumerei #8
Nur ein Katzensprung von München aus – und ich finde mich an einem Ort wieder, der doch mehr der Vergangenheit angehört, als dem Jetzt. Das erste, was ich zu spüren bekomme: Eine schwarze Katze, um sich herumgeschlungen auf einem großen Weinfass liegend, starrt mich mit ihren tiefgrünen Augen neugierig-angespannt an … Ich schaue mich um: Das 600 Jahre alte Gewölbe, viel altes braunes Holz, enge Gänge, Weinflaschen, rustikale Möbel – gemütlich und einladend. Das muss ein Weinkeller oder ein Restaurant sein! Ja genau, da steht es doch: Traditions-Restaurant Auracher Löchl in Kufstein. Ein Luftzug streift durch den Gang und bringt ein rauchiges Wölkchen mit, das in mir die Fleischeslust weckt.

Die schwarze Katze schaut mittlerweile entspannt: Sie weiß, ich bin hier Gast, nicht der Wein-Dieb, den sie ein paar Jahrhunderte lang abwehren musste, um ihren Weinkeller vor Raub zu schützen ... Ich folge meinem Hunger und der Gastgeber-Katze an einen Tisch in der Ecke, mit Ausblick in die historische Römerhofgasse. Da ist vielleicht was los! Jäger in Tracht torkeln leicht angetrunken durch die Touristen-Grüppchen, ein paar Tiroler sitzen entspannt auf den Bänken und beobachten das Trubel in der märchenhaft geschmückten Straße, mit einigen Shops, Bars und Restaurants.

„Haben Sie einen Herzenswunsch, meine Dame?“, fragt mich eine junge freundliche Männerstimme. Martin hat Auge und Ohr für Gäste, hier im Genusshof. „Oh ja, ich habe sogar mehrere!“ Gerade mal verzehrte ich mit Genuss mein exzellentes Rib Eye Steak, dazu einen Mix aus Tiroler Tapas und einen feinen Riesling, als plötzlich ein luftiger Orkanwind über mir vorüberzieht – und nimmt mich mit, zu der nächsten „Station“ meiner Traumreise ...

Schweiz

Boutique Hotel Träumerei #8
© Boutique Hotel Träumerei #8
Ich stehe mitten in der Schweiz. Alte Wanderschuhe, vollbepackter Wanderrucksack, mit einer Tafel Toblerone oben drauf, Petroleum-Lampe, Kletterseil, Kuhfell, sogar alte Skier – alles ist da für einen Ausflug durch das Land der spitzen Gipfel! Wie kam ich denn bitte so schnell in die Schweiz? Ich schüttele kurz den Kopf, in Hoffnung, dass sich die Illusion auflöst ...

Kufstein am „grünen Inn“

Boutique Hotel Träumerei #8
© Boutique Hotel Träumerei #8
Im nächsten Augenblick befinden ich mich am schnell vorbeirauschenden Inn-Ufer, beziehungsweise schwebe auf einer Anhöhe darüber. Fasziniert schaue ich auf das trübe Wasser des sonst für seine grüne Farbe bekannten Flusses: Puhh, ich bin doch wieder in Kufstein und stehe auf dem Balkon meines Hotel-Zimmers, das die Schweiz zum Thema hat. Das Boutique Hotel Träumerei #8, das zum selben Gebäudekomplex wie der Weinkeller und das Restaurant von vorher gehört, hat nämlich mit jedem der 34 Zimmer eine kleine Reise für ihre Gäste parat. Wo soll es bitte hingehen: Moskau, Paris, Kenia oder Bozen?

Ich bleibe vorerst in der Schweiz. Das Rauschen des Inns macht Lust aufs Baden, doch ist es mir gerade zu frisch und zu trüb dafür. Aber nicht für ein kurzes Bad in der Badewanne mit Blick auf den Fluss und Berg! Ich lasse das kristallklare Quellwasser ein, das entspannende Badeöl färbt es türkisblau und schäumt sich zu einer große, schnee-ähnlich weichen Haube, unter die ich vorsichtig und zart heruntergleite – nur nicht aufwachen, denn die Träumerei von der Schweiz mitten in Kufstein ist einfach zu schön – und schließe kurz die Augen …

Blaue Quelle

Boutique Hotel Träumerei #8
© Olga Sattler
Als ich sie wieder aufmache, strahlt mir immer noch das türkisene Blau entgegen – und mein Wassertraum geht draußen, in der freien Natur, weiter. Nun stehe ich in einer Wiesen-Senke, an einem glasklaren Teich, der von der Blauen Quelle mit dem reinsten Trinkwasser gespeist wird. Das satte Grün der Bäume, die sich schützend um die Blaue Quelle herum aneinanderreihen, spiegelt sich in ihrer Oberfläche und lässt sie smaragdgrün erscheinen. Die Stille, die hier herrscht, unterbricht einzig und allein das Sprudeln des Wassers: eine magische Ruheoase im hübschen Dorf Erl, die Energie versprüht, ein Ort, den ich erst gar nicht verlassen möchte. Auf die Zeit habe ich ja in meinem Traum keinen Einfluss, so lasse ich mich auf einer Holzliege nieder und genieße die magische Ruhe …
 
Was wäre, wenn ich hineingehen würde – vielleicht ist diese Quelle ja ein Jungbrunnen? Die Magie des türkisenen Wassers ist anziehend, ich halte meine Hand hinein: sehr kalt und nur für kleine Fischbewohner erträglich!

„Baden kannst du hier zwar nicht, aber das erfrischende, weiche, rechtsdrehende Wasser aus der Blauen Quelle auf der anderen Seite des gleichnamigen Gasthauses genießen!“, erklingt plötzlich eine leise Frauenstimme hinter mir. Sie erkennt meinen verwunderten Blick und stellt sich vor: „Maria, die Kräuterhexe vom Kufsteinerland.“

Kräuterhexe Maria

Boutique Hotel Träumerei #8
© Sportalpen Marketing
Angst verspüre ich keine vor ihr: Sie ist letztendlich nicht rothaarig, sondern blond gelockt. Maria trägt eine grüne Jacke – im Einklang mit ihrer „zauberischen“ Beschäftigung als Kräuterwanderführerin und Naturpädagogin – und einen Strauß aus Wiesenkräutern in der Hand. Sie sei oft hier, an der Blauen Quelle, die, zum Glück, im privaten Besitz der Gasthof-Familie sei und so noch lange Jahre den Ruhesuchenden als ein wahrer Kraftort dienen kann.

Noch eine Weile durchatmen und in das tiefe Wasserblau hineinschauen … Ein Sonnenstrahl reißt die Wolken über uns auf und befördert mich in die nächste Phantasie.

Jetzt liege ich auf einer duftenden Waldwiese. Gräser neigen sich über mich, schwer vom Tau und den reifenden Samen. Kräuterhexe zu sein wäre auch etwas für mich: Bereits seit meiner Kindheit kenne ich einige wenige Heilpflanzen und bin neugierig, noch mehr darüber zu erfahren. „Der hübsche Frauenmantel heißt nicht umsonst so – auch seine runde, umhüllende Form ist fast selbsterklärend für seine Wirkung“, zeigt mir Maria ein weiches, rundes Blatt mit einem „Rüschen“-Rand. „Es ist DIE Frauenpflanze schlecht hin und hilft bei Frauenleiden jeglicher Art“. Das zarte Pflänzchen namens Labkraut sei auch einer ihrer „Lieblinge“. Es hat eine breitgefächerte Wirkung und hält alles im Organismus im Fluss: reinigt die Lymphe, bringt sie in Gang und löst so Blockaden auf.

Ihren Kräuterhexe-Geschichten kann ich wie einem Wasserfall ewig zuhören. Ihrer sanften Stimme folgend flattere ich in der nächsten Minute in die Nähe eines Wasserstromes, dessen dröhnende „Stimme“ mich nun aus meinem Schlummer reißt ...

Trockenbach-Wasserfall in Erl

Boutique Hotel Träumerei #8
© Olga Sattler
Hier, am Fuße des Berges, nimmt Maria Abschied von mir und zeigt mir den Weg zum Trockenbach-Wasserfall, der ihr nächster persönlicher Kraftort ist. Als Kind sei sie oft in seiner Nähe gewesen, um die heilende Luft und die Kraft des fallenden Wassers in sich aufzunehmen. Jetzt lässt mich die Kräuterhexe die Magie des Ortes alleine erleben.

Noch ein Katzensprung und ich stehe vor dem mächtigen Wasserstrom, der den Felsen herunterprallt und einen seiden-feinen Tropfennebel um sich herum bildet. Die Kühle des in feinsten Staub zerbrechenden Wassers macht meinen Kopf vorerst klar. Doch je länger ich in diesem grün-tosenden Paradies stehe, desto stärker ergreift die Mystik des Ortes den Besitz von meinen Sinnen, bis ich an einem weiteren bezauberten Ort wieder zu ihnen komme …

Festung Kufstein

Boutique Hotel Träumerei #8
© Olga Sattler
Mittelalter. Eine majestätische Festung, die stolz über der kleinen Stadt thront und Wache über sie hält. Kanonenschüsse. Gefängniszellen. Ein tiefer Brunnen und ein feuchter, dunkler geheimer Gang unter der Mauer. Auf einem Platz strahlt es rot bis in den Himmel hinauf: Eine rothaarige Hexe wird gerade verbrannt. Diese hat sich wohl, ähnlich wie Maria, der Kraft der Natur bedient, was der katholischen Kirche dennoch nicht ganz recht zu sein scheint.

Ich ertrage nicht, es zu sehen und zucke zusammen, als um Punkt 12:00 Uhr eine wohlklingende Orgelmelodie über der Festung ertönt. Eine Weile lasse ich meine Augen zu und genieße das beruhigende Schwingen der mit der klassischen Musik erfüllten Luft: Gott sei Dank, ich bin wieder im Jetzt, in der heutigen Festung. Als ein trächtiger Geschichtsort, der einige blutige Kämpfe überstanden hat, ist die eindrucksvolle Burg ein wahres Symbol von Kufstein. Es ist alles friedlich um mich herum.

Ich verirre mich in den Gassen des mittelalterlichen Gemäuers, schlendere durch die massiven Türme, die mal als Gefängnis, mal als Festsaal dienten, bis ich auf einer erhobenen Ebene einen weitläufigen Heilkräutergarten entdecke. Hier, auf einer gepflegten Wiese liegend, nehme ich die besondere Atmosphäre in mich auf und döse vor mich hin, bis ein „Miau“ mich wieder wachmacht … Eine grau-gestreifte Burgkatze aalt sich neben mir in der Sonne, schleicht sich dann sanft zur Festungsmauer hin und hüpft drauf, ganz ohne Schwindelgefühle. Ich folge der Katze und lehne mich über die Mauer – da unten, zu Füßen der Festung, liegt ja das mir bekannte Hotel Träumerei #8! Dann wird es kurz dunkel um mich herum …

Stollen 1930

Boutique Hotel Träumerei #8
© Boutique Hotel Träumerei #8
Eine gedämmte Lichtquelle bahnt sich den Weg durch meine halbgeöffneten Augenlieder. Ich erkenne felsige Wände, in denen Kerzen brennen. Die Luft fühlt sich etwas feuchter und kühl. Eine leise Swing-Melodie bringt meine Sinne langsam wieder in Schwung. Hier schreibt man das Jahr 1930 – und ich befinde mich im alten Stollen von Kufstein!

Es sind keine Bergarbeiter in Sicht. Dafür schmücken Batterien an Gin-Flaschen die Felsenwände. Kristall-Kronleuchter flimmern auf und machen den Weg zur Bar-Theke sichtbar. Diese ragt in der Mitte des etwas düster wirkenden Stollens empor, mit bequemen Leder-Barhocker umrandet. Ich atme tief durch: Meine Träumerei brachte mich wohl in die Römerhofgasse zurück – und wartet mit einem letzten Abenteuer auf. Die weltberühmte Gin-Bar „Stollen 1930“, deren Gin-Kollektion mit über 900 Gin-Sorten ihr den Eintrag in das Guinness Buch bescherte, lässt zum Gin-Tasting grüßen!

Ich fange langsam mit einem Frauen-Gin an, genannt Slow Gin – lieblich und likörartig. Wundere mich, als im nächsten Gin-Tonic-Mix ein paar Erdbeeren landen und im darauffolgenden, nebst spiralförmigen Zitronen-Zesten, einige Rosapfefferkörner. Ein feiner Snack dazwischen macht das Gin-Erlebnis „verträglicher“. Die Stimmung steigt, bis es mir ziemlich egal wird, wo und in welchem Jahr ich mich befinde. Aus einer der Ecken starren mich zwei grün-leuchtende Punkte an: Die schwarze Katze ist wieder da! Sorgen mache ich mir keine mehr, denn sie bringt mich sicher durch eine „geheime“ Verbindungsbrücke in das nur einen Katzensprung entfernte Boutique Hotel, auf mein schnuckeliges Träumerei-Zimmer, ins große kuschelige Boxspringbett – und zurück in die Schweiz …
Boutique Hotel Träumerei #8
© Boutique Hotel Träumerei #8
Am Sonntag um 10:00 Uhr klingelt der Wecker und meine Träumerei #8 ist leider (fast) vorbei. Sie endet mit einem großzügigen Langschläfer-Frühstück um den Mittag herum, auf der sonnigen Terrasse des kleinen, aber feinen Boutique-Hauses, mit freiem Blick auf den flinken Inn.

Dieses entspannte Frühstückerlebnis ist die Krönung und auch von Nöten, nach meiner aufregenden Wochenend-Traum-Reise durch Epochen, Länder, Naturwunder und das Kufsteinerland.
 
 

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