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Oman: Eine Reise ins Land der unerwarteten Kontraste

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Oman ist eine wahre orientalische Perle am Arabischen Meer: Abwechslungsreiche Landschaften, überraschende Fremdkultur-Erkenntnisse und entspannte menschliche Begegnungen machen die Oman-Reise zum kontrastvollen Urlaubsvergnügen.

Oman: Im Land der Kontraste
Palast Qaṣr al-ʿalam in Maskat; © Olga Sattler
Aus dem Flieger schaue ich in die faszinierende rostig-braune Berglandschaft des Hadschar-Gebirges hinunter und versuche zu erkennen, was mich in diesem arabischen Land erwarten wird. Oman ist für mich bisher – ebenso für viele andere Europäer – ein unbekanntes Fleckchen Erde. Irgendwo im Orient „verloren“, hinter dem prunkvollen Glanz von Dubai, der befremdlichen Frauenfeindlichkeit von Saudi-Arabien und dem kriegerischen Kampfgeist Jemens versteckt, hat Oman seine nationale Ursprünglichkeit und landschaftliche Natürlichkeit bewahrt, alte Traditionen gelebt und gepflegt und ist bis heute noch ein Geheimtipp geblieben: eine absolut sichere Reise-Oase voller unerwarteter landschaftlicher Kontraste und warmherziger menschlicher Begegnungen!

Im übersichtlichen Flughafen von Maskat, der Hauptstadt von Oman, umschlungen vom Meer aus weißen Kaftanen, regen zwei „auffällig“ angezogene Europäer wie wir keinerlei besonderes Interesse an. In der Zwischensaison Ende September bis Anfang Oktober mildert sich die Hitze von 50 auf "entspannte" 35 Grad ab – entsprechend relaxed ist auch der Flughafen-Trubel. Diese Gelassenheit steckt uns sofort an, trotz der antreibenden Neugier darauf, was auf uns da draußen wartet …

Auf dem „rent-a-car“-Parkplatz ist es schon mal unser 4x4 Fahrzeug, noch in Deutschland über Auto Europe gebucht, damit ja kein Stress aufkommt. Da wir im Oman besonders intensiv die Landschaft und Natur erkunden wollen, ist ein Allrad-Auto ein Muss – das wird spätestens klar, als wir uns nach einer eintägigen, entspannten Maskat-Erkundung endlich in ein aufregendes Hinterland-Abenteuer stürzen!

Felsenfest: Im Land der Berge und Festungen

Oman: Im Land der Kontraste
Nakhal Fort; © Olga Sattler
Auf dem Weg zum Nakhal Fort, knappe 90 km vom aufgeräumten, „modern-städtischen“ Maskat entfernt, wird es ursprünglicher, einsamer und wild-romantischer: Die befestigte Straße wechselt abrupt zur breiten Schotterpiste. Mitten in der bizarren, noch sehr kargen Berglandschaft blitzen immer mal wieder grüne Palmenspitzen empor, die wie kleine Fontänen die Steinmasse zu „sprengen“ scheinen. Eine mächtige Festung thront auf einer Anhöhe, von einer großen Oase auf der einen und der spektakulären Bergwand auf der anderen Seite umgeben: das Nakhal Fort, eine der bekanntesten der über 500 Festungen und Burgen des Landes. Von hier aus sehen wir Oman fast aus der Vogelperspektive – und sind heiß verliebt: In die einsame Stille, die wir hier zum ersten Mal zu „hören“ bekommen, die drei kontrastvollen Hauptfarben Beige, Grün und Blau, die das Bild von Oman prägen, eine fremde Kultur, die uns jedoch keinerlei befremdlich vorkommt und die unerwartet-überraschende Gastfreundschaft der Einheimischen.

Herzensoffen: Hani

Oman: Im Land der Kontraste
Mountain-Guru Hani; © Olga Sattler
Hani ist einer dieser Menschen, die uns auf unserer zwei-wöchigen Oman-Reise offenherzig begegnen. Er ist ein Mountain-Guru im Anantara Al Jabal Al Akhdar Resort – einem besonderen Luxus-Hotel im Norden Omans, auf dem Saiq Plateau auf 2.000 Metern gelegen, wie eine Festung über einem großen Canyon „wachend“.

Der 20-jährige Omani studiert Physik, um einmal Pilot zu werden – denn so könnte er die Welt außerhalb von Oman kennenlernen. Heute begleitet er uns auf einem Ausflug zum Wadi Bani Habib, in dem wir ein verlassenes Dorf mit traditionellen alten Lehmhäusern besichtigen wollen. „Ein Wadi Bani ist eine Schlucht, die sich in der Winterzeit mit Wasser fühlt und so eine Oase entstehen lässt, die eben besiedelt werden kann“, erklärt Hani, während wir den nach der heißen Sommerzeit ausgetrockneten Schlucht-Grund überqueren. Die verlassene Dorfruine schmiegt sich etwas oberhalb vom Wadi an die Felsen – wie ein trauriger Geisterort aus den vergangenen Jahren. „Die Einwohner haben vor ein paar Jahren vom Staat neue Grundstücke zugewiesen bekommen und sind umgezogen, in komfortablere Häuser“, erzählt Hani vom Leben der Omani. Auch er würde mit 23 Jahren seinen Baugrund vom Staat geschenkt bekommen, dann könne er auch langsam ans Heiraten denken!

Frauen lerne er ganz modern, via Social Media, kennen. Sollte ein Mädchen Interesse haben, geht es traditionell weiter: Dann muss Hani zu ihren Eltern gehen und sich vorstellen. Bekommt er das GO der Eltern, kann daraus eine Beziehung werden. Wenn er dann seine 5.000 Real beisammen hat, darf er auch heiraten. Wie wäre es denn mit einem kleinen Harem für Hani? Verlegen lacht der junge Guide: Für ihn wäre das nichts, auch wenn er vier Frauen haben dürfte – dafür muss Mann aber viel Geld haben …

Bisher lebt er traditionell mit seinen Eltern und vier Geschwistern in einem Haus nicht weit vom Wadi Bani Habib, ist am liebsten draußen in den Bergen unterwegs, wo er jeden Felsen kennt. Die Tatsache, dass immer mehr Hotels gebaut werden, finde er zwar nicht optimal, aber so könne er letztendlich das nötige Geld für die Zukunft verdienen, um seine Träume finanzieren zu können. Das Studium kostet ihn übrigens nichts – der Staat zahlt es für ihn …

Er führt uns durch die schmalen Gassen des Geister-Dorfes, erzählt noch weitere Episoden aus der Geschichte seines Landes, schwärmt vom gerechten und fürsorglichen Landesoberhaupt Sultan Qaboos, tauscht mit uns seine Meinung über die aktuelle politische Weltsituation aus. Der junge Omani begegnet uns mit offenem Herzen und wir zahlen es ihm gerne zurück – und sind einfach unendlich überrascht, ein derartiges Gespräch mit einem Araber führen zu können!

Im Berg-Reich: Anantara Al Jabal Al Akhdar Resort

Oman: Im Land der Kontraste
© Anantara Al Jabal Al Akhdar Resort
Im Anantara Al Jabal Al Akhdar Resort arbeitet Hani nicht nur als Guide, sondern auch als Kletter-Trainer – an der Klippe, direkt vor dem Resort, befindet sich der hoteleigene Klettersteig! Die Architektur der einzigartigen Anlage, mit ihren 82 luxuriösen Zimmern und 33 Villen, ist für die Gebirgsregion Jebel Akhdar auch sonst sehr symbolisch: Ihr Baustil empfindet eine antike landestypische Festung nach und fügt sich – dank sandfarbenem, schlichtem Design – harmonisch in die Berglandschaft ein.

Das Fünf-Sterne-Hotel genießt die Alleinlage auf einem Plateau, das lange Jahre unzugänglich war. Einzig und allein Prinzessin Diana durfte hier 1986 einige romantische Augenblicke verbringen und die faszinierende Aussicht über die Schlucht genießen – noch lange bevor hier das Hotel der extra Klasse 2016 seine Tore eröffnete. Intuitiv laufe ich als Erstes zur Aussichtsplattform „Diana’s Point“ – und bin der Schönheit dieses Ortes mit seinem atemberaubenden Weitblick über die Bergkuppen endgültig verfallen!  

Angenehm-kühler Wind wirbelt meine Haare und meine Phantasie auf: Für einen kurzen Moment bin ich ein stolzer, einsamer Falke, der seine Flügel ausbreitet und sich in den tiefen Sturzflug losreißt, bevor er dann elegant aus dem Dunkel der Felsen in Richtung Himmel hochschießt. Von der Thermik getragen, schwebt er leicht über dem Canyon, bis dieser ins goldene Licht der untergehenden Sonne eintaucht. Mit dem letzten Strahl ist der Falken-Flug vollendet: Ich finde mich auf dem „Diana’s Point“ wieder, umgeben von anderen Hotelgästen, die fasziniert der Sonne beim Untergehen zuschauen. Für mich ist dieser romantische Moment Zeit der absoluten Ruhe – so ziehe ich mich auf den Balkon unseres großzügigen, orientalisch-gemütlichen Doppelzimmers mit freiem Canyon-Blick zurück, um dem Naturspektakel in ungestörter Zweisamkeit zu frönen …
Oman: Im Land der Kontraste
© Anantara Al Jabal Al Akhdar Resort
Am Abend flimmern Tausende kleine Lichter über der gepflegten Gartenanlage, als würden uns zahlreiche Glühwürmchen-Armeen zu einer Erkundung einladen. So folgen wir dem leise rauschenden Wasserlauf, der das herkömmliche omanische Bewässerungssystem Falaj nachahmt, ins Herzstück der „zeitgenössischen Festung“ – den Innenhof mit offener Feuerstelle, wo wir in gemütlichen Sesseln den romantischen Abend mit einem Aperitif einleiten. Etwas später tauchen wir in die feine Welt der orientalischen Gerüche und Geschmäcke im Hauptrestaurant Al Qalaa, in einem freistehenden Turm gelegen, der sehr an die Burg Khasab in Musandam erinnert.

Die Bilderbuch-Aussicht fesselt mich am frühen Morgen einige Momente lang an das kuschelige Bett, bevor ich mich dem Sonnenaufgangs-Yoga auf dem „Diana’s Point“ beiwohne. Der Yoga-Meister leitet uns durch die fließenden Bewegungen zu sanft-meditativen Klängen unter freiem Himmel. Diesen Flow nehme ich mit in den Infinity-Pool gleich nebenan, nachdem ich mich im Restaurant Al Maisan durch das großzügige Frühstück-Buffet durchgekostet habe. Vom Pool-Rand aus kann ich auf der gegenüberliegenden Seite der Schlucht Lehmhäuser der drei verlassenen historischen Dörfer erkennen, die sich chaotisch an den felsigen, grün bewachsenen Hang klemmen, in eine Terrassen-Landschaft eingebettet. Diese erkunden wir am Nachmittag, den Spuren eines weiteren Hotel-Guru, Maher, folgend – und kommen den Landestraditionen und Omani-Gemütern noch näher …

Im Wasser-Reich: Oasen

Die schöne Ruhe-Oase auf dem einsamen Plateau verlassen wir drei Tage später, entspannt und erholt – und für ein weiteres Abenteuer bereit. Der Weg führt uns an der historischen Oasenstadt Nizwa mit ihrem mächtigen alten Fort vorbei, bis ans türkisene Meer zurück. In der gemütlichen Küstenstadt Sur schauen wir uns die traditionellen Holzschiffe Dhau, wie vor hundert Jahren in Handarbeit gebaut, an. Von nun an beherrscht das Wasser das Landschaftsbild ...

Oman: Im Land der Kontraste
Wadi Bani Khalid; © Olga Sattler
Grünlich-blaue Wasserstraßen schlängeln sich zaghaft vom Meer aus durch steinige Schluchten und bilden idyllische türkisfarbene Oasen. Eine der schönsten davon ist Wadi Shab – eine Naturpool-Kette, die das ganze Jahr lang mit klarem Wasser gefüllt ist. Hier wandern wir im kühlen Schatten der Palmen, an den bizarr geformten Wasserbecken entlang, tauchen in das wohltuend-kalte Nass hinein und gelangen so in eine kleine Höhle am oberen Ende des Wadis. Bei der noch sehr intensiven Hitze macht dieses Wasser-Erlebnis süchtig, so dass wir gleich am nächsten Tag einen abkühlenden Abstecher zur Oase Wadi Bani Khalid machen, bevor wir uns dem heißen Atem der Wüste hingeben.

Im Sand-Reich: Wahiba Sands Wüste

Nach wenigen Kilometern weiter ins Landesinnere wechselt die Berglandschaft zur Steinwüste, die immer sanfter und sandiger wird. Dornbüsche, wilde Ziegen, Kamele – das Reich der Wüste wird immer spürbarer, die Schotterpiste wird zum Sandweg, die Hitze steigt bis auf 40 Grad. Wir sind nun völlig allein, umgeben von goldschimmernden Sanddünen, abseits der Zivilisation. Dann zeigen sich hinter einer Düne endlich die weißen Zeltkuppelt unseres Wüstencamps! Eine Kamelkarawane kommt gleichzeitig mit uns an und schlägt ihr eigenes Camp vor dem Eingangstor auf … 

Oman: Im Land der Kontraste
© Olga Sattler
Die Wüste hat ihr eigenes Leben – eigensinnig, bedrohlich und doch irgendwie auch beruhigend. Am deutlichsten spüren wir das am Abend, als wir auf einer riesigen Düne stehen: Kurz vor dem magischen Moment des Sonnenuntergangs zieht ein leichter Sandsturm auf. Der Ausblick auf das unendlich weite Sandmeer wird verschleiert. Die Wüste faucht mich heiß an, das Atmen wird schwerer ... Erwartungsvoll lausche ich dem Atem der Wüste, der nun doch wieder ruhiger wird. Mit dem letzten Sonnenstrahl ist die bedrohliche Sturmstimmung vorüber: Jetzt ist das Sandmonster zahm und geräuschlos wie eine schlafende Katze. Auf uns wartet ein Festmahl unter freiem Sternenhimmel und eine stille Nacht im komfortablen orientalischen Zelt.

Der Abschied von dieser schweigsamen Wüstenstille fällt mit sehr schwer – und doch ruft in der Ferne bereits das letzte Erlebnis unserer faszinierenden Oman-Reise: Der tropische Süden von Oman!

Im Palmen-Reich: Al Baleed Resort Salalah by Anantara

Oman: Im Land der Kontraste
© Olga Sattler
Meine Wüstensucht schwindet, sobald ich aus dem Flieger die ersten grünen Palmen-Streifen sehe, die die weiß-sandige Südküste säumen. Hier zeigt uns das faszinierende Land sein weiteres Gesicht: Die Region Dhofar ist eine „subtropische Oase“ mit einem milderen, feuchteren Klima, weißen Sandstränden, schattigen Palmenplantagen – und wildwachsenden Weihrauchbäumen! Ein flüchtiger Gedanke an Asien ist irritierend: Es ist immer noch Oman – auch wenn unsere letzte Unterkunft, das Al Baleed Resort Salalah by Anantara, „asiatischer Herkunft“ ist!
Oman: Im Land der Kontraste
© Al Baleed Resort Salalah by Anantara
Die einzigartige Hotelanlage ist das Abbild der Region selbst: Im Stil traditioneller Dörfer von Dhofar gebaut, liegt das Hotel, in eine Palmenlandschaft mit zahlreichen Wasserläufen eingebettet, direkt am Meer, von einer Lagune umgeben. Den Dorfcharakter des Resorts erkennen wir daran, dass seine 96 Villen – zum Teil mit einem fesselnden Meer-  oder Lagunenblick –, das majestätische Hauptgebäude mit der Lobby, dem Restaurant Sakalan und den 40 edlen Zimmern umkreisen. In unserer Gartenpool-Villa finden wir letztendlich unsere ganz persönliche Oase, die wir gar nicht verlassen möchten.

Hier empfängt uns Wenuka, unser Villa-Butler, mit einem herzlichen Lächeln und der traditionellen thailändischen Fußwaschung. Die junge Frau ist in Indonesien zuhause, wohin sie eines Tages zurückkehren wird. Doch jetzt gilt ihre Liebe dem Oman – und diesem Ort. Diese Liebe teilen wir gerne: Unsere private Ruhe-Oase mit eigenem Pool, in einen gemütlich-schattigen Garten, eingebettet, hält uns den ganzen Tag „gefangen“, bis uns die Neugier und der Hunger vor die Tore der Villa treiben.

So folgen wir dem rauschenden Wasserlauf, gelangen über die warmen Sandpfade ans Meer, um wieder einem stimmungsvollen Sonnenuntergang zu huldigen, der den weißen Sand in einen schimmernden Goldschatz verwandelt. Ein paar einheimische Frauen sammeln herausgeschwemmte Muscheln, ein Sieb in der Hand schenkend, als würden sie Gold waschen. Das tosende Meerwasser wird immer zahmer, das Sonnenlicht wechselt nun zu roten Abendtönen – und wir lassen uns von der idyllischen Abendstimmung in den asiatischen Genusstempel treiben: in eines der drei exzellenten Restaurants des Resorts namens Mekong, welches uns auf eine kulinarische Reise entlang des gleichnamigen Flusses „mitnimmt“. Am nächsten Tag wartet ja wieder die orientalische Welt auf uns …

Im Duft-Reich: Dhofar, die Heimat vom Weihrauchbaum und Hussain

Oman: Im Land der Kontraste
© Olga Sattler
„Bring uns bitte unbedingt dorthin, wo der Weihrauch 'seine Wurzeln hat'“, bitte ich Hussain, unseren Guide und den Salalah-Guru des Al Baleed Resorts. Er faltet gemütlich seine Arme auf dem mit weißem Kaftan bedeckten Bauch und hört sich geduldig an, was ich alles sehen möchte. Die Entscheidung fällt ihm nicht schwer: Die Halbtages-West-Tour lässt uns die Gegend von Jebel Dhofar sehr gut kennenlernen – und stillt hoffentlich meine unersättliche Neugier auf sein Heimatland …

Immer wieder lassen wir einen begeisterten Seufzer von uns, als wir den Wechsel der Landschaftsbilder aus unserer komfortablen „Gelände-Kutsche“ beobachten: Wuchtige Bergmassive, smaragdgrün schimmernd, einsame Serpentinen in luftigen Höhen, steppenartige Hügellandschaften und immer wieder eine blaue Lagune zwischen den schroffen Klippen – das ist die schöne Heimat der Weihrauchbäume!

„Weihrauchbäume gedeihen hier so gut wie sonst nirgends auf der Welt“, erzählt uns Hussain die Geschichte des mystischen Baums, der so mannigfaltig eingesetzt werden kann, „… gegen Hautprobleme, Magenbeschwerden oder Haarausfall wird der hochwertigere, grünliche Harz des Baums verwendet. Zum Räuchern nimmt man am besten den goldfarbenen, kleinkörnigen Weihrauch.“

Hussain erzähl viel und gern, auch über seine Kindheit, sein privates Leben und scheint zufrieden und völlig bei sich zu sein. Während ich ihn ausgelassen plaudern höre, streichle ich über die raue, an manchen Stellen geritzte Schuppen-Rinde eines Weihrauchbaumes, in dessen großzügigem Schatten wir gerade stehen: Heute Nachmittag werde ich seine wohltuende Wirkung im märchenhaften Anantara Spa unseres Hotels testen, bei einem „Frankincense Ritual“. Mich wird der süchtig-machende, würzige Rauch umhüllen, während das Weihrauchöl bei sanften Massagegriffen in meine Haut einzieht und mich in meinen „1001 Nacht“ Schlummer versinken lässt …

Am Abend geht es nur noch ein Mal in das Reich der Düfte von Oman: Der Hotelshuttle bringt uns auf einen Weihrauch-Bazar! Mit dem „Gold von Oman“ nehmen wir auch eine große Portion „Oman-Sucht“ mit nach Hause – und viele sonnige Erinnerungen an das sanfte arabische Land, das jegliche Klischees bricht und alle Erwartungen übertrifft.
 

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